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Hunde-Elend in Schnaittach – PETA fordert Haltungsverbot für uneinsichtigen Tierhalter

Stand November 2012
Schnaittach (Nürnberger Land) / Gerlingen, 30. November 2012 – Eine tierschutzwidrige Haltung von mehreren Hunden, angekettet in einer dunklen Scheune, brachte den lokalen Tierschutzverein Lauf & Umgebung e.V. dazu, die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. zu alarmieren. Nachdem PETA-Ermittler sich selbst ein Bild von den katastrophalen Zuständen machten und das Veterinäramt Nürnberger Land über die Situation in Kenntnis setzten, erteilte die zuständige Behörde dem Halter, trotz der offensichtlichen Missstände, lediglich Auflagen. Der Hundehalter errichtete in der Folge Hundezwinger aus einfachem Baugitter, die aber den in der Tierschutzhundeverordnung vorgegebenen Mindestmaßen nach PETAs Einschätzung nicht entsprechen. Auch die in den Zwingern befindlichen Schutzhütten scheinen den gesetzlichen Bestimmungen nicht zu genügen. Die Hunde sind Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert. Zudem soll der Halter nach Angaben der Tierschützer weitere Tiere in der Scheune angekettet halten.

PETA besteht auf ein Tierhaltungsverbot für den verantwortungslosen Halter und fordert das Veterinäramt dazu auf, endlich ihrer Pflicht nachzukommen und im Sinne der Tiere zu handeln. Zeugen zufolge werden die Hunde seit mehreren Monaten unter diesen Bedingungen gehalten.

„Für die sozialen Rudeltiere, die sich nach Nähe und Zuneigung ihrer Halter sehnen, ist eine solche Haltung eine Zumutung“, so Kathrin Eva Schmid, Recherche-Koordinatorin bei PETA. „Der Halter mutet seinen Tieren nun wiederholt eine tierquälerische Lebensweise zu – die Tiere sind ihm augenscheinlich egal. Wir fordern ein Tierhaltungsverbot für den verantwortungslosen Halter.“

PETA weist darauf hin, dass eine Zwingerhaltung niemals den Bedürfnissen der sozialen Tiere entsprechen kann. Vorgeschrieben ist zudem, dass Hundehalter für ausreichend Auslauf im Freien sorgen müssen und den Tieren genügend Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Da die Erfüllung dieser Auflagen jedoch kaum überprüfbar ist, fordert PETA ein Verbot sowohl der Zwinger- als auch der Anbindehaltung.

Meldungen über Missstände wie diesen erhält PETA beinahe täglich. Für Menschen, die Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren waren, hat die Organisation hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Bild 1: Ein eingesperrter und angeketteter Hund in der dunklen Scheune. Bild 2: Der Hundezwinger aus einfachem Baugitter. © PETA / Die Bilder sind auf Anfrage auch in höherer Auflösung erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de/Web/wenn_sie_zeuge.989.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de