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Hunde sterben durch Giftköder in Scheeßel – PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Organisation fordert zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde

Stand Januar 2017

Scheeßel / Stuttgart, 30. Januar 2017 – Suche nach Tierquäler: Einer Polizeimeldung zufolge starben vergangene Woche mindestens zwei Labradore qualvoll, nachdem sie auf einem Spaziergang im Bereich Küsterkampweg mit Insektiziden präparierte Giftköder aßen, die unbekannte Täter vermutlich im Laufe der letzten Woche ausgelegt hatten. Trotz sofortiger tierärztlicher Behandlung konnten die Vierbeiner nicht mehr gerettet werden. Medien berichten von einem weiteren toten Hund. Die Rotenburger Polizei warnt davor, die vergifteten Köder anzufassen, da die vermuteten Insektizide auch eine Gefahr für Menschen darstellen. Mitarbeiter der Gemeinde Scheeßel hängten bereits Warnschilder im Bereich Küsterkampweg aus. Zeugenhinweise, die zur Ermittlung der Tierquäler führen, nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 04263 985950 entgegen. Um die Suche nach den Tätern, die die Giftköder auslegten, zu unterstützen, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zu ihrer Ermittlung und Überführung führen. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, haben ebenso die Möglichkeit, sich bei PETA unter der Telefonnummer 01520 7373341 oder per E-Mail zu melden – auch anonym.


„Die Täter müssen schnellstmöglich gefasst werden, damit Vierbeiner in Scheeßel wieder sorglos spazieren geführt werden können“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Tierhalter, deren Vierbeiner Opfer von präparierten Ködern wurden, sollten in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.“

 

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.


Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Tiere Opfer von Delikten werden. Berlin geht mit gutem Beispiel voran. In der Hauptstadt wurde aktuell der erste amtliche Giftköderatlas eingeführt. Auf einer Website können Betroffene Giftköderfunde eintragen und sich über aktuelle Funde informieren. Um der Verbreitung von Gerüchten entgegen zu wirken, muss der Köderfund allerdings zuvor bei der Polizei gemeldet worden sein. Außerdem ist ein Attest eines Tierarztes sowie, wenn möglich, ein Foto des Köders hochzuladen.

 

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

 

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Symbolbild: Giftköder sind eine große Gefahr. / © PETA

 

Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.


Weitere Informationen:
PETA.de/Giftkoeder

PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit

Veganblog.de/2016/08/Melderegister-Giftkoeder-Berlin/

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:

PETA.de/Erste-Hilfe-für-den-Hund

 

Kontakt:

Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de