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Hundeführerschein für mehr Sicherheit – PETA schreibt offenen Brief an Innenminister Reinhold Gall

 
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Stand August 2014
Baden-Württemberg / Stuttgart, 7. August 2014 – Beißvorfälle effektiv verhindern: Derzeit wird in Baden-Württemberg über die Einführung eines Sachkundenachweises für neue Hundehalter diskutiert. Die Landestierschutzbeauftragte Cornelie Jäger fordert die Einführung des so genannten „Hundeführerscheins“ – im Gegensatz zum Innenministerium des Landes, das an den Rasselisten festhält. Danach dürfen bestimmte Hunderassen nur mit Maulkorb und an der Leine spazieren geführt werden. Anlässlich dessen weist PETA Deutschland e.V. in einem offenen Brief an den Landesinnenminister Reinhold Gall auf die Zweckmäßigkeit eines solchen Nachweises hin. Wie die Tierrechtsorganisation betont, kann die diskutierte Prüfung sicherstellen, dass Hundehalter sachkundig mit ihrem Tier umgehen und die Signale ihres Vierbeiners richtig deuten. Eine funktionierende Kommunikation zwischen Halter und Hund ist unerlässlich, um Beißvorfälle zu verhindern. Zudem werden Kenntnisse über die Anforderungen der Hundehaltung vermittelt, die für ein tiergerechtes Leben der Hunde unerlässlich sind.
 
„Maulkorbzwang löst keine Probleme, sondern schafft sie erst, da so die mimische Kommunikation der Hunde verhindert wird. Auf Dauer kann das zu Verhaltensauffälligkeiten führen“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin bei PETA Deutschland e.V. „Rasselisten sind auch keine Lösung: Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden – unabhängig davon, ob es ein Schäferhund, ein Dackel oder ein Mischling ist. Kein Tier kommt aggressiv auf die Welt – erst seine Halter machen es dazu.“
 
Der Auflistung bestimmter Hunderassen liegt die Annahme zugrunde, Aggression sei genetisch bedingt. Studien zeigen jedoch, dass  Verhaltensprobleme in Zusammenhang mit Haltungsfehlern auftreten. In Ländern wie beispielsweise Liechtenstein, wo der Sachkundenachweis seit 2008 Pflicht ist, konnten bereits messbare Erfolge erzielt werden: Die Zahl der Beißattacken ging seither merklich zurück.
 
Der PETA-Brief an Reinhold Gall kann hier eingesehen werden.
 

Weitere Informationen:
PETA.de/Hundeführerschein
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de