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Internationaler Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt – PETA fordert Importverbot für wildgefangene Reptilien und Amphibien

 
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Organisation appelliert an Bundesregierung, Koalitionsvertrag einzuhalten

Stand Mai 2014
Gerlingen, 20. Mai 2014 – Aus der Natur gestohlen: Am 22. Mai begehen die Vereinten Nationen den Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Aus diesem Anlass fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die Bundesregierung auf, das dringend benötigte und im aktuellen Koalitionsvertrag festgelegte Importverbot für wildgefangene Reptilien und Amphibien umgehend umzusetzen. Für den deutschen Terrarienmarkt werden die empfindsamen Tiere jedes Jahr zu Zehntausenden aus ihrem natürlichen Lebensraum entnommen und nach Deutschland importiert. Im Auftrag profitorientierter Händler und gedankenloser Endabnehmer werden die letzten artenreichen Naturgebiete regelrecht geplündert. Deutschland ist einer der größten Absatzmärkte für lebende Wildtiere. Bei einem erheblichen Teil der Wildtiere, die ganz legal auf dem deutschen Heimtiermarkt zu erwerben sind, handelt es sich um Naturentnahmen.

„Der Heimtierhandel mit exotischen Arten ist ein ernstzunehmendes Problem für den internationalen Artenschutz“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA Deutschland e.V. „Populationen wildlebender Arten werden erheblich dezimiert; zudem gefährden ausgesetzte oder entflohene exotische Tiere unsere einheimische Tierwelt.“

Der oftmals lange und qualvolle Transport aus dem natürlichen Lebensraum der Tiere bis ins heimische Terrarium verursacht Stress und Leid. Untersuchungen zufolge sterben dabei in der Regel etwa 70 Prozent von ihnen. Die Tiere werden von den Tierfängern in enge, kahle Behältnisse gepfercht und unter Todesangst verschickt. Viele der Exoten verdursten, überhitzen, erfrieren, verhungern oder sterben an Kreislaufversagen. Für die Überlebenden geht das Leiden weiter, denn eine artgerechte Haltung exotischer Wildtiere ist grundsätzlich nicht möglich. Einer Studie der Reptilienklinik an der Uni Leipzig zufolge starben 51 Prozent der untersuchten Tiere aufgrund von Haltungsfehlern und weitere 10 Prozent durch Fehlernährung.


Weitere Informationen:
PETA.de/Reptilien
 
Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de