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Jeden Tag ein totes Tier – PETA deckt skandalöse Hundezucht in Ascheberg auf

 
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Organisation fordert Tierhaltungsverbot für rücksichtlosen Händler

Stand September 2012
Ascheberg / Gerlingen, 19. September 2012 – „Ich habe drei Jahre dort gearbeitet. Kaum ein Tag verging, an dem kein Hund gestorben ist“, berichtet eine ehemalige Mitarbeiterin der „Welpenstube“ in Ascheberg, die Ermittler der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. jüngst inspizierten. Was sie dort vorfanden, bestätigte ihre Schilderungen: Bei der unangekündigten Kontrolle auf dem Gelände des rücksichtslosen Händlers bekamen die Ermittler weit über 50 Welpen zu Gesicht, eingepfercht in Kunststoffcontainern und Kachelbuchten. Vier ältere Tiere waren abgemagert und mussten in ihren eigenen Exkrementen ausharren. Mittendrin eine Kadavergrube, in der neben toten Hunden auch Schweine „entsorgt“ wurden, da der Züchter zusätzlich eine Schweinemast betreibt. Die Grube wurde augenscheinlich lange Zeit nicht geräumt, was einen Verstoß unter anderem gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz darstellt. Die darin befindlichen Tiere waren völlig verwest, direkt daneben: ein Zwinger mit Hunden. Nach der Inaugenscheinnahme verständigte PETA umgehend die Polizei und das zuständige Veterinäramt Coesfeld. Während die Behörde, die Meinung vertritt, die Missstände mittels Auflagen in den Griff zu bekommen, fordert PETA ein sofortiges Tierhaltungsverbot für den Händler. Mit Hinblick auf den Fall appelliert die Organisation an potenzielle Hundehalter, die profitorientierte Branche der Hundezüchter und -händler niemals zu unterstützen. Wer einem Hund ein Zuhause geben möchte, sollte ein Tierheim aufsuchen.

„In der ‚Welpenstube‘ nahe Münster bietet der Händler hauptsächlich Tiere zum Verkauf an, die gerade ‚angesagt‘ sind“, so PETA-Ermittler Stefan Bröckling. „Die Tiere werden unter inakzeptablen Bedingungen gehalten. Hier muss das Tierschutzgesetz dringend überarbeitet werden. Wir fordern ein sofortiges Tierhalteverbot für den Hundehändler".

Immer wieder wenden sich Käufer von Hundewelpen an PETA und berichten davon, dass sie ein krankes oder verhaltensgestörtes Tier „erworben“ haben. Der Disput mit den Händlern mündet zumeist in einer juristischen Auseinandersetzung, bei der die Käufer durch Anwälte eingeschüchtert werden – aber auch Gewaltandrohungen sind keine Seltenheit. Während die Züchter unentwegt neue Tiere „produzieren“, warten unzählige Tiere in Tierheimen auf ein liebevolles Zuhause.

Welpen in Kunststoffcontainern und Kachelbuchten / Grube mit toten Hunden und Schweinen / © PETA

Fotos in druckfähiger Qualität: Hier klicken

Weitere Informationen:
PETA.de/Welpenhandel

Videoportal:
PETA.de/Videoportalheimtiere

Kontakt:
Judith Stich, 030 6832666 04, JudithS@peta.de