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Junge Kuh irrt im Raum Patersdorf umher: PETA fordert Abgabe an einen Lebenshof

 
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Stand Mai 2017
Patersdorf / Stuttgart, 10. Mai 2017 – Lebenshof statt Schlachthaus: Laut Medienberichten irrt die einjährige Kuh „Kathi“ seit Samstagmorgen im Raum Patersdorf (Landkreis Regen) umher. Das Tier sollte mit zwei weiteren Kühen von einer zur nächsten Weide transportiert werden. Am Zielort angekommen, durchbrachen die drei einen Holzzaun und liefen davon. Noch am Samstag konnten zwei der Kühe wieder eingefangen werden. Eins der Tiere war zuvor mit einem Taxi kollidiert, das andere starb noch am selben Abend an einer Lungenembolie. Kathi soll seitdem in Teisnach gesichtet worden sein, konnte aber nicht festgehalten werden. Freiheitsliebenden Kühen wie „Kathi“ droht der Abschuss. Und auch wenn Kathi eingefangen werden kann, wird sie als sogenanntes Mast- oder Zuchttier letztendlich einen qualvollen Tod im Schlachthaus sterben. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert den Tierhalter Josef Greil jetzt auf, tierfreundlich zu handeln und einen Lebenshof für „Kathi“ zu finden, auf dem sie ihr Leben weitestgehend selbstbestimmt verbringen kann.
 
„Ohne Platz auf einem Lebenshof sind Kathis Tage gezählt“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Wir appellieren an Josef Greil, ein Herz zu zeigen und der mutigen Kuhdame das Leben zu schenken.“
 
Allein in deutschen Schlachthäusern werden jedes Jahr über 800 Millionen fühlende Lebewesen für die Fleischproduktion getötet.  Rinder werden meist schon nach weniger als 24 Monaten geschlachtet [1]. Kälbern brennen Arbeiter oftmals mit einem mehrere hundert Grad heißen Brennstab die Hornansätze aus – und das in der Regel ohne Betäubung. Die Tiere leiden auf den Transporten zum Schlachthof unter Angst und oftmals unter Verletzungen, extremen Temperaturen, unzureichender Futter- und Wasserzufuhr und mangelnder tierärztlicher Versorgung. Aufgrund von Fehlbetäubungen werden Rinder nicht selten bei vollem Bewusstsein getötet. Laut Angaben der Bundesregierung sind über 9 Prozent der Tiere nicht ausreichend betäubt, wenn Arbeiter sie an einem Bein aufhängen und ihnen kopfüber die Kehle durchtrennen [2]. In absoluten Zahlen sind dies jährlich weit über 300.000 Rinder – die Dunkelziffer liegt nach Schätzungen von PETA weitaus höher.

PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
[1] Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: „Gruber Tabelle zur Fütterung in der Rindermast“ (19. Auflage / 2014): http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/informationen/p_31941.pdf
[2] Deutscher Bundestag Drucksache 17/10021: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Bärbel Höhn, Friedrich Ostendorff, Undine Kurth (Quedlinburg), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/9824 – „Tierschutz bei der Tötung von Schlachttieren“
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Fleisch
PETA.de/Kühe
Veganstart.de
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de