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Kampagne: "Holocaust auf Ihrem Teller"
PETA enttäuscht über Entscheidung des Landgerichts Berlin

 
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Einstweilige Verfügung bleibt vorläufig in Kraft

Stand Oktober 2012
Kontakt: Rechtsanwalt Wolfgang Schindler, +49 (0)89-714-6109 Harald Ullmann +49(0)711-866-6165, mobil +49 (0)172-710-3632

Stuttgart -- Wie die internationale Tierrechtsorganisation PETA heute in Stuttgart mitteilt, habe das Landgericht Berlin die von Paul Spiegel u.A. am 18. März erwirkte einstweilige Verfügung gegen bestimmte Bilder der "Holocaust auf Ihrem Teller"-Ausstellung weiterhin aufrechterhalten. PETA hatte am 31. März durch seinen Rechtsanwalt Wolfgang Schindler Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung eingelegt.

"Wir sind enttäuscht, dass das Gericht dem Widerspruch nicht stattgegeben hat", so Rechtsanwalt Wolfgang Schindler. "Die Gegenüberstellung leidender Menschen, selbst wenn es sich um Holocaustopfer handelt, und leidender Tiere verletzt weder Ehre noch Würde der Antragssteller. Die Kampagne stellt keinerlei Angriff auf Holocaustopfer dar; vielmehr ist sie ein notwendig drastischer Versuch, eine Situation zu verändern, die im Hinblick auf die Minderung tierischen Leidens derzeit trostlos erscheint. Deshalb kann ich die Entscheidung nicht nachvollziehen." Nach Angaben von Rechtsanwalt Schindler werde die Organisation nun in Berufung gehen.

Das Gericht hat allerdings auch nach einer turbulenten Verhandlung deutlich zu verstehen gegeben, dass man das alles auch ganz anders, nämlich im Sinne von PETA sehen könne. Ausdrücklich wünschte der Richter PETA für ihre Tierrechtsaktionen alles erdenklich Gute.

Nach Angaben von PETA möchte die Organisation dazu anregen, darüber nachzudenken, welche Parallelen die ungerechte Behandlung von Juden, fahrendem Volk, Homosexuellen und anderen im Holocaust, die als "Leben, das lebensunwürdig ist" charakterisiert wurden, zu der Art und Weise aufweist, wie die moderne Gesellschaft die Schlachtung von Tieren versucht zu rechtfertigen. Genauso wie die Nazis versuchten, ihre Opfer zu "entmenschlichen", indem sie sie zwangen, in schmutzigen, überfüllten Unterkünften zu leben, Kinder ihren Müttern entrissen und sie wie am Fließband umbrachten, werden die Tiere in der heutigen Massentierhaltung aller Dinge beraubt, die für sie angenehm und natürlich sind, und werden als nichts weiter als Fleisch-, Eier- und Milch"maschinen" behandelt.

"Wir sind diejenigen, die die Lektionen des Holocaust durch unsere Lebensweise direkt umsetzen, diese vorleben und nicht nur auf Geschichtsbücher verweisen," so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA-Deutschland e.V. "Wir bitten all diejenigen, die den heutigen Holocaust an den Tieren leugnen endlich die Augen zu öffnen und nicht so zu tun als ob diese Gräueltaten in Schlachthöfen und Tierfabriken nicht stattfinden würden."