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Kampagne: „Holocaust auf Ihrem Teller

 
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Verhandlung vor dem Landgericht Berlin gegen einstweilige Verfügung

Stand Oktober 2012
Kontakt: Rechtsanwalt Wolfgang Schindler, +49 (0)89-714-6109
Harald Ullmann +49(0)711-866-6165, mobil +49 (0)172-710-3632

Stuttgart -- Wie die internationale Tierrechtsorganisation PETA, People for the Ethical Treatment of Animals, heute in Stuttgart mitteilt, werde am kommenden Donnerstag, den 22. April, 13:00Uhr, Raum I/143 Tegeler Weg 17 – 21 vor dem Landgericht Berlin der Widerspruch gegen eine einstweilige Verfügung gegen Teile der „Holocaust auf Ihrem Teller“ Kampagne verhandelt. Die Verfügung verbietet PETA-Deutschland e.V., 7 der 8 Motive der Ausstellung „Der Holocaust auf Ihrem Teller“ der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Ziel der Kampagne ist, durch die Gegenüberstellung von menschlichem und tierischem Leid Nachdenklichkeit oder besser Verhaltensänderung bei jenen BürgerInnen zu bewirken, die durch ihre Ess- und Einkaufsgewohnheiten zu ´unsäglichem Elend´ der sogenannten Nutztiere beitragen“, so Rechtsanwalt Wolfgang Schindler. „Die Gegenüberstellung leidender Menschen, selbst wenn es sich um Holocaustopfer handelt, und leidender Tiere verletzt weder Ehre noch Würde der Antragsteller“. Er gehe daher davon aus, dass dem Widerspruch stattgegeben werde.

Die Ausstellung ziele in keinster Weise darauf ab, den Holocaust zu minimieren. Vielmehr lenke sie die Aufmerksamkeit auf die Trivialisierung und Banalisierung der Tötung von Tieren. Milliarden von Tieren würde alljährlich für die trivialsten Zwecke genutzt. Mitgeschöpfe, deren Schutz ausdrücklich im Grundgesetz verankert ist, würden zu Hamburgern, modischen Schuhen oder Gegenständen in Labors reduziert.

Beim Besuch der Wanderausstellung in Warschau äußerte sich Dr. Jürgen Hensel, stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des Jüdischen Historischen Instituts, in Zeitungsberichten wie folgt: „Es kann nicht gesagt werden, dass diese Ausstellung jemanden beleidige. Es wäre gut wenn mehr Menschen darüber nachdenken würden. Sie sollen über die Gräueltaten, die den Juden angetan wurden nachdenken aber auch das Leiden der Tiere berücksichtigen.“.

Der Schriftsatz des Widerspruchs sowie weitere Informationen zur Kampagne können unter www.peta.de eingesehen werden.