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Karnevalsprinzessin Venetia trägt doch Pelz

PETA übt scharfe Kritik an Düsseldorfer Repräsentantin

Stand November 2012
Düsseldorf / Gerlingen, 12. November 2012 – Obwohl sich selbst Carneval-Comitee-Präsident Hinkel anlässlich der Schließung des Pelzhauses Slupinski auf der Kö für ein Umdenken in Sachen Pelz ausgesprochen hatte, wird Prinzessin Venetia den Düsseldorfer Karneval doch in einem Pelzmantel begehen. Dies bestätigte Prinzessin Venetia Ursula Schmalz soeben in einem Interview mit dem Radiosender WDR 2 gegenüber den Medien. PETA hatte Venetia zuvor in einem Schreiben dazu aufgefordert, ein Zeichen für den Tierschutz zu setzen und die sogenannte Tradition des Pelztragens zu beenden. Entsprechende PETA-Videoaufnahmen von Pelztierfarmen wurden dem Schreiben an Venetia Ursula ebenfalls beigelegt. PETA kritisiert die Prinzessin für ihr unreflektiertes Handeln und Pelzhaus Slupinski für die erneute kostenlose Bereitstellung des Pelzmantels.

„Es ist unverständlich, dass sich das Carnevals Comittee und Venetia weiterhin als Marketing-Gag des Pelzhandels instrumentalisieren lassen“, sagt Frank Schmidt, Kampagnenleiter bei PETA. „Die Jecken auf der Straße möchten nichts mit Tierqual zu tun haben. Der Düsseldorfer Karneval sollte sich endlich davon lösen.“

PETA informiert seit Jahren über die grausame Realität der Pelzproduktion. Tiere auf Pelzfarmen verbringen ihr Leben eingepfercht in winzigen, schmutzigen Drahtkäfigen, wo sie allen Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Sie haben häufig keinen Unterschlupf, frisches Wasser oder gar medizinische Versorgung. Viele der Tiere sterben einen qualvollen Tod durch einen Stromschlag, indem ihnen ein Metallstab in den Anus und in den Mund eingeführt und danach die Metallstäbe unter Strom gesetzt werden. Einige Tiere sind lediglich benommen, wenn ihnen bei lebendigem Leib das Fell abgezogen wird.

PETA weist darauf hin, dass sich der Bundesrat im vergangenen Juli für ein grundsätzliches Haltungsverbot von Tieren auf Pelzfarmen aussprach. Dabei argumentierte der Agrarausschuss des Bundesrats: „Es besteht kein vernünftiger Grund, Pelztiere zur Pelzgewinnung zu halten und zu töten.“

Zahlreiche Kauf- und Modehäuser haben in den vergangenen Jahren den Pelzverkauf eingestellt, darunter C&A, Karstadt, Zara, P&C, Mango, Otto, Escada, Quelle und Galeria Kaufhof. Nach Protesten seitens PETA hatte jüngst auch das Bekleidungshaus Hallhuber angekündigt, ab nächster Saison auf Echtpelzbekleidung sowie Kaninchen- und Lammfell zu verzichten.

PETA-Protest auf der Kö gegen den Pelzverkauf bei Slupinski / © PETA Das Bild ist auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de/Illegalepelzfarmen
Pelzfarm.info

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de