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Katastrophale Zustände bei Schweinehaltung in Langenreichenbach: PETA erstattet Strafanzeige und fordert Beschlagnahmung der Tiere

 
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Stand November 2015
Langenreichenbach / Stuttgart, 30. November 2015 – Schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz im Landkreis Nordsachsen: Eine Informantin machte PETA Deutschland e.V. auf einen Hof in Langenreichenbach aufmerksam, auf dem Schweine unter qualvollen Bedingungen gehalten werden. Fotos zeigen einen heruntergekommenen, einsturzgefährdeten, dunklen und vollkommen verdreckten Stall – in ihm stehen Schweine bis zum Bauch im eigenen Kot, einige Tiere haben stark entzündete Beine. Die Informantin machte die Behörden – darunter Polizei, Ordnungs- und Veterinäramt – bereits seit knapp acht Jahren auf die Missstände in der Tierhaltung aufmerksam – ohne Erfolg. Auf Nachfrage von PETA versicherte das zuständige Veterinäramt Nordsachsen, dass der Landwirt bereits ein Tierhalteverbot habe und sich keine Tiere mehr auf dem Grundstück befänden. Doch bis heute sind dort Schweine untergebracht – die Behörde räumt dem Landwirt immer wieder neue Fristen ein und handelt nicht konsequent. Wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet die Tierrechtsorganisation nun Strafanzeige gegen den Schweinehalter und fordert eine schnellstmögliche Beschlagnahmung der Tiere durch das Veterinäramt.
 
„Offensichtlich ist der Landwirt weder in der Lage, für die Schweine zu sorgen, noch ist er bereit, die Tiere trotz der katastrophalen Zustände auf seinem Hof abzugeben“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA Deutschland e.V. „Daher fordern wir das Veterinäramt Nordsachsen auf, endlich zu handeln und für eine angemessene Unterbringung der Schweine zu sorgen und das Tierhalteverbot effektiv durchzusetzen.“
 
Jedes Jahr werden in Deutschland über eine Milliarde Tiere für die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion getötet. Ohne Betäubung werden Rindern die Hörner abgesägt, Küken die Schnäbel gekürzt, Ferkeln die Eckzähne abgebrochen und die Schwänze abgeschnitten.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 

Bis zum Bauch in Fäkalien: Schweine auf dem Hof in Langenreichenbach. / © PETA
 
Die Motive schicken wir auf Anfrage gerne zu.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Fleisch
Veganstart.de
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de