Spenden
 »  »  » Katzenbabies im Müllbeutel ausgesetzt – PETA lobt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

Katzenbabies im Müllbeutel ausgesetzt – PETA lobt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge
Stand November 2012
Emmerich / Gerlingen, 5. April 2012 – Nachdem am vergangenen Dienstag eine Spaziergängerin zwei in einem Müllbeutel ausgesetzte Kätzchen im nordrhein-westfälischen Emmerich entdeckte, lobt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine Belohnung in Höhe von 500 Euro aus, die zur Ermittlung und Überführung der Täter beitragen soll. Die beiden Samtpfoten, die vermutlich tags zuvor auf die Welt kamen und keine weitere Nacht im Freien überlebt hätten, befinden sich nun in der Obhut eines örtlichen Tierschutzvereins. Zeugen, die Auskunft darüber geben können, wer die Jungtiere ausgesetzt hat, wenden sich bitte an PETA unter der Telefonnummer 0152 37325400 oder direkt an die zuständige Polizeidienststelle. Weiterhin fordert PETA die Einführung einer bundesweiten Kastrationspflicht für alle freilaufenden Katzen, um Fälle wie diesen zu verhindern.

„Helfen Sie mit, diese herzlose Tat aufzuklären“, appelliert Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Katzenbabies werden immer wieder ausgesetzt. Eine Kastrationspflicht ist die einzig zukunftsfähige Lösung, um unerwünschten Jungtieren ein solches Leiden zu ersparen und das Problem der Überpopulation langfristig in den Griff zu bekommen.“

In Paderborn gibt es ein Kastrationsgebot bereits seit 2008, zahlreiche weitere Städte sind inzwischen nachgezogen. Das Ausmaß des Problems der Überbevölkerung von Katzen wird schnell klar, wenn man bedenkt, dass eine nicht kastrierte Katze im Jahr zweimal Babies bekommen kann und diese wiederum ab dem fünften Lebensmonat geschlechtsreif sind – so können sich eine Katze und ihre Nachkommen innerhalb von nur sieben Jahren theoretisch auf bis zu 420.000 Katzen vermehren. Für Katzen und Hunde ist die Kastration unbedenklich – auch die Bundestierärztekammer rät zur Kastration von Freigänger-Katzen. Die Tiere nehmen nach dem operativen Eingriff weder an Gewicht zu noch werden sie phlegmatisch, wie fälschlicherweise immer wieder behauptet wird.

Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität Saarland dazu: „Geschätzte 80-90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

Tierquälerei ist eine Straftat nach Tierschutzgesetz §17 und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
www.peta.de/tierqual
www.peta.de/haustiere
www.peta.de/katzenkastration
www.peta.de/katzenjammer
www.peta.de/staatsanwalt

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de