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Keine Reptilienbörsen in städtischen Gebäuden in Bad Oeynhausen

 
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PETA begrüßt Entscheidung des Stadtrats

Stand Mai 2012
Bad Oeynhausen / Gerlingen, 14. Mai 2012 – Nachdem die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die Fraktionen im Stadtrat Bad Oeynhausener in einem Schreiben über die mit Reptilienbörsen einhergehenden Gefahren für Mensch und Tier aufmerksam gemacht hatte, entschied sich der Stadtrat – auf Antrag der Linken - nun dazu, diesen Veranstaltungen künftig keine städtischen Flächen zur Verfügung zu stellen. PETA begrüßt die Entscheidung und hofft, dass auch weitere Städte und Gemeinden solchen Ausstellungen keine Plattform mehr anbieten. Vor wenigen Wochen hatte die Stadt Krefeld ebenfalls ein solches Verbot beschlossen.

„Wir bedanken uns bei den Befürwortern im Stadtrat für diese mitfühlende und verantwortungsvolle Entscheidung“, so Nadja Kutscher, Kampagnenleiterin bei PETA. „Schließlich widersprechen solche Ausstellungen nicht nur dem Tierschutz. Die ausgestellten Reptilien sind Überträger von Salmonellen und gefährden somit die Gesundheit von Menschen.“

Studien belegen, dass Reptilien häufig Salmonellen übertragen. Geschätzte 90 Prozent der Tiere tragen die gefährlichen Salmonellenerreger in sich. Die Reptilien dürfen auf derartigen Messen oft auf die Hand genommen werden und können dadurch die Krankheitserreger schnell auf den Menschen übertragen. Besonders Kinder, Immungeschwächte und ältere Menschen sind gefährdet. Salmonellen können im Extremfall eine Hirnhautentzündung verursachen und sogar tödlich sein

PETA weist auch darauf hin, dass Reptilienausstellungen nicht dem Tierschutz gerecht werden. Viele Tiere zeigen durch Stress ausgelöste Verhaltensauffälligkeiten. Die „Exoten“ werden oft in zu kleinen oder wenig strukturierten Boxen ausgestellt, in denen die Versteckmöglichkeiten zum Teil völlig fehlen. Ein großer Anteil aller in Deutschland gehaltener Tiere kommt als Wildfang oder aus Massenzuchtanlagen nach Europa. Die Wildfänge sind häufig in einem katastrophalen Zustand: Krankheiten, Verletzungen sowie Nahrungsverweigerung lassen über 90 Prozent der Tiere noch im ersten Jahr sterben. Aber auch in Deutschland nachgezüchtete Tiere sind nicht domestiziert – sie leiden gleichermaßen unter den Haltungsbedingungen und sind nicht an ein Leben in Gefangenschaft angepasst.

Zudem kritisiert PETA, dass immer mehr exotische Tiere wie Schlangen, Skorpione und Echsen deutsche Wohnzimmer bevölkern. Die Haltung von sensiblen exotischen Tieren setzt ein hohes Fachwissen voraus und überschreitet schnell die Kompetenz der Tierhalter. PETA fordert daher ein Heimtierschutzgesetz, das die Haltung exotischer Wildtiere im Privathaushalt verbietet.

PETA appelliert an die Bevölkerung, einschlägige Ausstellungen und Exotenbörsen zu meiden. Wer das nötige Fachwissen besitzt, sollte ein Tier aus einer Auffangstation bei sich aufnehmen.

Weitere Informationen:
www.peta.de/exotenboersen
www.terraristika-info.de
www.peta.de/salmonellen

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de