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Kerzen, Lametta und Schokolade: So schützen Kinder ihre Tiere in der Weihnachtszeit

PETA-Expertin Charlotte Köhler gibt Tipps

Stand November 2012
Gerlingen, 29. November 2012 – Jeder weiß, wie neugierig Katzen und Hunde ihre Umwelt beobachten. Neue Situationen oder Veränderungen in der Wohnung begutachten Tiere genau: Es wird geschnuppert, getastet und probiert. Gerade in der Weihnachtszeit muss daher besonders auf die Schützlinge geachtet werden, denn die Festtagsdekoration kann für Katzen und Hunde gefährlich sein – auch wenn die geschmückte Wohnung Kindern und Eltern große Freude bereitet.

Charlotte Köhler von PETAKids hat einige Tipps für junge Tierfreunde zusammengestellt:

„In der Weihnachtszeit sind Hunde und Katzen so vielen Reizen ausgesetzt, dass sie ihnen kaum widerstehen können. Überall blinkende Lichter, Kerzen, herumliegende Süßigkeiten und Lametta, das nur darauf wartet, vom Baum gezogen zu werden. Wir Menschen müssen also dafür sorgen, dass unsere tierischen Mitbewohner die Weihnachtszeit glücklich und sicher überstehen.

Sehr wichtig ist, Katzen oder Hunde niemals, auch nicht für wenige Minuten, mit einem brennenden Adventskranz oder anderen Kerzen alleine zu lassen. Die Gefahr für die Tiere, sich zu verbrennen oder einen Brand zu verursachen, ist sehr hoch. Eltern wissen, dass nicht mit dem Feuer gespielt werden soll – Kinder können sie daran erinnern, dass für Tiere die gleiche Regel gilt.

Lametta und Weihnachtsgirlanden sind vor allem für Katzen interessant. Doch wenn die Samtpfoten damit spielen, kann es passieren, dass sie etwas davon verschlucken. Das kann für die Tiere lebensgefährlich sein. Wenn einem Tier ein solches Missgeschick passiert, müssen die Eltern unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Auf keinen Fall darf probiert werden, das Ende einer verschluckten Schnur selbst wieder aus dem Hals der Katze zu ziehen, denn damit kann man die Tiere weiter verletzen.

Der Weihnachtsbaum muss gut befestigt werden, damit er nicht umkippt. Denn Katzen könnten versuchen, am Baum hochzuklettern. Auch Hunde könnten ihn umstoßen, wenn der Baum nicht gut gesichert ist. Wenn der Weihnachtsbaum geschmückt wird – am besten nachdem er bereits einige Tage aufgestellt war und sich die Tiere an ihn gewöhnen konnten – sollten keine zerbrechlichen Glaskugeln gewählt werden, denn wenn sie herunterfallen und splittern, können sich Tiere und Menschen verletzen.

Weihnachtssterne oder Mistelzweige sind Pflanzen, die für Tiere giftig sind. Sie sollten außer Reichweite von Hunden und Katzen aufgestellt werden. Denn sie können zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall führen, wenn die Tiere davon probieren.

Und auch wenn Menschen gerne naschen – obwohl sie wissen, dass sie nicht zu viel davon essen dürfen – ist Süßes für Hunde nicht nur ungesund, sondern schädlich. Schokolade ist sogar giftig! Hunde dürfen also nicht vom Weihnachtsteller probieren. Dieser sollte so hoch gestellt werden, dass die Lieblinge ihn nicht erreichen.

Wer diese einfachen Tipps beherzigt, sollte eine rundum schöne und entspannte Weihnachtszeit mit seinen tierischen Mitbewohnern erleben!

Und ganz wichtig: Tiere sind fühlende Lebewesen und keine Weihnachtsgeschenke. Menschen müssen genau überlegen, ob sie einem Tier für lange Jahre ein gutes Zuhause bieten können. Diese Entscheidung sollte nicht an einem Feiertag wie Weihnachten festgemacht werden. Kinder können die Weihnachtszeit nutzen, um sich gemeinsam mit ihren Eltern in neuen Sachbüchern über Tiere zu informieren. Und wenn ein Tier bereits im Haushalt lebt, kann sich die ganze Familie an den freien Tagen viel mit ihm beschäftigen. Denn Zuwendung ist immer ein gutes Geschenk – und zwar nicht nur an Weihnachten, sondern täglich.“

Katzen sind sehr neugierig, sie dürfen nie mit brennenden Kerzen alleine gelassen werden / © PETA

Kleintierexpertin Charlotte Köhler/ PETA Deutschland e.V. / © PETA

 

Beide Motive schicken wir auf Anfrage gerne in druckfähiger Auflösung zu.

Interviewkontakt:
Charlotte Köhler, 07156 17828-33, CharlotteK@peta.de