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Die Top 3 der ungesündesten Fastfood-Menüs für Kinder

 
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So spielen McDonald‘s, Burger King und KFC mit der Gesundheit von Kindern

Stand September 2012
Die Lebensmittelindustrie wirbt um jeden Kunden und Konsumenten. Schon Kinder werden mit Gratis-Spielzeug gelockt und an den Geschmack von ungesunden, fleischhaltigen und fettigen Fastfood-Menüs gewöhnt. PETA hat die drei bekanntesten Kids-Menüs einmal genauer unter die Lupe genommen.

Untersucht wurden die Zusammensetzung der Hauptnährstoffe, Fleischanteil, Obst- und Gemüseanteil in den Menüs und die Getränkewahl.

Ergebnis des Kids-Menü-Check

Die angebotenen Kindermenüs in Fastfood-Ketten sind keine empfehlenswerte, gesunde Kindermahlzeit. Ihre Zusammenstellung ganz ohne Gemüse, mit stärkehaltigen Kohlenhydratprodukten und einem sehr hohen Fleisch- und Fettanteil sind alles andere als gesund.

PETA möchte an alle Eltern appellieren und sie vor den ungesunden Kinder-Menüs warnen.

Die Fakten für alle Menüs:
- zu viele leere Kalorien (ohne Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe)
- zu viel Fleisch
- zu wenig Ballaststoffe und Mineralstoffe
- zu viel Zucker und Weißmehl
- kein Vollkorn oder Gemüse

Alle Zutaten der Fastfood-Menüs sind stark verarbeitet und meist frittiert, sodass sie dadurch besonders viel Fett enthalten. Der hohe Fleischanteil sorgt für die Aufnahme von gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und das Erlernen von ungesunden Ernährungsgewohnheiten.

Lesen Sie hier PETAs Platzierung der Kinder-Fastfood-Menüs:

© naviii/flickr.com

Platz 1: Das Kids Menü von KFC

Enthalten sind: 4 Filet Bites mit Dip, Pommes mit Mayo und eine Limo

Bewertung:
Zu viele Kalorien, zu viel Fett, kein Obst oder Gemüse & Tierquälerei

Begründung:
Das KFC-Kids-Menü enthält mehr als 700 Kalorien, knapp 40 Prozent Fett sowie Hühnerfleisch, das aus Betrieben kommt, in denen nachweislich Tierquälerei an der Tagesordnung ist. Damit sichert sich KFC den Platz an der Spitze der ungesündesten Kinder-Menüs.

Das Fleisch von Hühnern und Puten beinhaltet Antibiotika, die sich als Rückstände im Fleisch wiederfinden und unter anderem auch für Antibiotikaresistenzen verantwortlich sind (1). Ein weiterer Kritikpunkt ist die Mayonnaise, die aus Öl und Ei besteht. Ungesund an ihr ist der hohe Fettgehalt und das enthaltene Cholesterin, absolut unmenschlich ist die Tatsache, dass für die Eierproduktion in Deutschland rund 50 Millionen männliche Küken getötet werden, weil sie keine Eier legen können und daher „wirtschaftlich unrentabel“ sind.

Ein hoher Eiweiß-Gehalt erhöht sich die Gefahr von Nierensteinen. Außerdem steigern Fleisch und Milchprodukte die Säurelast im menschlichen Blut. Das führt dazu, dass Kalzium aus den Knochen ausgeschieden wird, um den natürlichen pH-Wert des Körpers wiederherzustellen. Dieser Kalziumentzug resultiert in Krankheiten wie Osteoporose. Das ausgeschiedene Kalzium endet schließlich in den Nieren, in denen es oft schmerzhafte Steine bildet. Wird tierisches Eiweiß durch pflanzliches ersetzt, fördert das dagegen die Gesundheit. Der Bedarf an Eiweiß kann durch gesunde Vollkornprodukte, Linsen oder Erbsen sichergestellt werden und das ganz ohne seine Kinder den negativen Folgen des Fleischkonsums auszusetzen.

Beim KFC-Menü fehlen jegliche gesunde Bestandteile. Weder Obst noch Gemüse sind enthalten. Dagegen wird das Image vom fettigen, nährstoffarmen Fastfood-Gericht bestätigt.

Fazit:
KFC-Kids-Menüs machen Kinder dick, krank und lehren sie einen falschen Umgang mit Lebensmitteln und Tieren.

© brapps/flickr.com

Platz 2: Das Happy Meal von McDonald's

Enthalten sind: Cheeseburger, kleine Portion Pommes und ein milder Fruchtsaft

Bewertung:
Zu viele Kalorien, zu viel Zucker, zu viel Fett & Tierquälerei

Begründung:
In pur getrunkenen Fruchtsäften ist der hohe Zuckeranteil nicht zu unterschätzen. Sie liefern zwar Vitamine, doch auch sehr viele Kalorien, Säuren und Zucker. Ebenso liegt der Fettgehalt weit über der empfohlenen Menge. Das liegt zum einen an den fettigen Pommes Frites, viel schlimmer aber sind der Käse und das Fleisch auf dem Burger zu bewerten. Das von Kühen verwendete Cheesburgerfleisch ist sogenanntes rotes Fleisch, das sich nachteilig auf den Blutdruck auswirkt. Der Verzehr von rotem Fleisch lässt laut einer Studie in der Ärztezeitung das Krebsrisiko je nach Organ um 20 bis 60 Prozent ansteigen (2). Wissenschaftler sind sich heute einig darüber, dass Fleischkonsum Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen fördert.

Schmelzkäse enthält, ebenso wie Schinken, Phosphate, auch zahlreiche gesättigte Fettsäuren und Cholesterin. Ein Artikel im Spiegel berichtete über die negativen Folgen eines zu hohen Phosphat-Konsums für die Nieren und das Herz-Kreislauf-System. Außerdem verursacht er Gefäßschäden und Alterungsprozesse (3, 4). Neben Käse selbst dürfen in Schmelzkäse außerdem Stärke, Speisegelatine, Milcherzeugnisse und weitere Stoffe wie Salze und Aromen enthalten sein. Diese Zusammensetzung disqualifiziert Schmelzkäse als Produkt, das für Kinder geeignet ist.

Auch die Cola zum Happy Meal enthält viel Phosphorsäure, die den Zahnschmelz angreift. Außerdem befinden sich ca. 14 Stücke Würfelzucker in einem 250 ml Colaglas. Das hat Karies und Übergewicht zur Folge.

Alle Kids-Menüs locken die Kinder mit Gratis-Spielzeug, bunten Farben und viel Verpackung. © Joe Shlabotnik/flickr.com

Platz 3: Die KingBox von Burger King

Enthalten sind: Hamburger, Pommes und ein FruchtTiger

Bewertung:
Viel Zucker, tierisches Eiweiß & Tierquälerei

Begründung:

Das Hamburger-Fleisch ist bei der KingBox der größte Haken. Von den drei untersuchten Kids-Menüs belegt dieses Essen Platz 3 der ungesündesten Fastfood-Menüs für Kinder. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren, die vor allem in tierischen Produkten vorkommen wirkt sich ungünstig auf die Gefäße aus, denn diese setzen sich in den Arterien ab und führen bei hohem Konsum langfristig zu Herzerkrankungen, einem erhöhten Cholesterinspiegel und Arterienverkalkung. Heute schon gibt es immer mehr Kinder, die diese Symptome aufweisen.
Ideal wäre es für die Kleinen einen Veggie-Burger einzuführen, der auch einen hohen Anteil an Gemüse enthält.

Das Getränk dürfte mehr Wasser enthalten. Ein optimales Saft-Wasser-Mischungsverhältnis für Kinder beträgt 1:3.


Worauf sollte man bei einer gesunden Kinderernährung achten?

Die DGE-Referenzwerte (2000) für eine optimale Ernährungszusammensetzung empfehlen bei Kindern von 7-10 Jahren 1700-1900 Kalorien pro Tag. Von ihrer täglich aufgenommenen Energie sollten 30-35 Prozent aus Fetten kommen. Jedoch sollen gesättigte Fettsäuren nicht mehr als ein Drittel ausmachen. Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in Fleisch und anderen tierischen Produkten enthalten und können bereits in jungen Jahren zu schlechten Blutfettwerten und Gefäßwandverengungen führen. Ein Proteinanteil von rund 13 Prozent entspricht ca. 24 g Protein am Tag. Den Großteil der Energie sollten Kinder aus komplexen Kohlenhydraten beziehen, die rund 53 Prozent der Nahrungsenergie ausmachen sollten. Von zuckerhaltigen Lebensmitteln, wie auch süßen und gezuckerten Getränken und Milchprodukten, ist abzuraten, um Karies und Übergewicht sowie Diabetes zu vermeiden.


Tun Sie Ihren Kindern etwas Gutes und bereiten Sie mit ihnen zusammen selbst Veggie-Burger zu. Leckere, gesunde Rezepte finden Sie hier.