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Kirchlicher Segen für Treibjagd

PETA kritisiert Hubertusmessen / Verbot der Hatz gefordert

Stand November 2012
Gerlingen, 8. November 2012 – Tiertötungen im Namen eines Heiligen: Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. übt scharfe Kritik an den von zahlreichen Kirchen veranstalteten Hubertusmessen am kommenden Wochenende. Hubertusmessen stellen nicht nur den heiligen Hubertus von Lüttich fälschlicherweise als Schutzpatron der Jagd dar, sie bilden häufig auch den Auftakt zu grausamen Treib- und Drückjagden. In großer Zahl ziehen die Hobbyjäger dabei in die Wälder, um zahlreiche Tiere zu töten, was auch aus wissenschaftlicher Sicht überflüssig ist. PETA fordert ein Verbot der Jagd in Deutschland und appelliert an die Kirchenvertreter, künftig keine Messen zur Segnung von Jägern zu veranstalten.

„Der heilige Hubertus wurde laut der Legende vom Jäger zum leidenschaftlichen Nicht-Jäger und wahren Christen.“ So Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater bei PETA. „Die Hubertusmesse entspricht nicht den wahren Begebenheiten und unterstützt gleichzeitig die tierquälerische Jagd. Kein Christ dürfte Jäger sein – und kein Jäger kann Christ sein.“

Der Legende nach soll dem im Jahr 655 in Toulouse geborenen Hubertus bei einer Jagd ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz zwischen dem Geweih erschienen sein. Hubertus wandelte sich daraufhin vom begeisterten Jäger zum Jagd-Gegner. Er wurde in Rom zum Bischof geweiht und starb 727 als Bischof von Lüttich.

PETA weist darauf hin, dass jedes Jahr etwa 400.000 Haustiere und ca. 50 Menschen durch Jäger getötet oder schwer verletzt werden – zusätzlich zu den etwa 5 Millionen Waldbewohnern, 4.000 Unfällen durch Jagdeinwirkungen sowie ständigen Rechtsverstößen bei den Kirrungen (Wildfütterungen).

Die Organisation spricht sich für ein grundsätzliches Verbot der Jagd aus, weil diese in deutschen Wäldern nichts mit Tier- oder Waldschutz zu tun hat. Namhafte Biologen haben längst nachgewiesen, dass waldbewohnende Tierpopulationen selbst zu Zeiten von Wolf und Bär hauptsächlich durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten reguliert wurden. Entgegen der Argumente, die Jäger anführen, weist PETA darauf hin, dass es bei der Jagd nur darum geht, möglichst viele Abschüsse zu verbuchen – vor allem aus Lust am Töten.

Schauspieler Jörg Rohde fordert: „Freiheit statt Freiwild.“ Copyright: Marc Rehbeck für PETA

Motiv in druckfähiger Qualität:
PETA.de/Starsfuerallefelle

Weitere Informationen:
PETA.de/Jagd

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de