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Königspython in der Toilette

 
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PETA warnt: Sommerwetter macht Reptilien agil / Viele Tiere werden ausgesetzt

Stand Juli 2012
Roth / Gerlingen, 24. Juli 2012 – Großer Schreck für eine 74-jährige Schwanderin: Als die Frau am Sonntagmorgen den Deckel ihrer Toilette anhob, entdeckte sie einen etwa einen Meter langen Königspython. Das Tier wurde von der Polizei eingefangen und an eine Reptilienexpertin übergeben. Kein Einzelfall: Bei sommerlichen Temperaturen zieht es nicht nur Menschen in die Sonne. Auch Reptilien neigen dazu, aus ihren Terrarien auszubrechen. Denn: Reptilien und Amphibien sind wechselwarm, ihre Körpertemperatur und ihr Lebensrhythmus richten sich nach der Umgebungstemperatur. Der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. werden regelmäßig Fälle von aufgefundenen Reptilien gemeldet. Sie weist darauf hin, dass Reptilien im Sommer verstärkt aus ungesicherten Terrarien entkommen und ahnungslose Passanten in Angst und Schrecken versetzen. Und auch die Aussetzrate steigt in den Sommermonaten rasant, da viele Halter meinen, ihre „überschüssigen“ Tiere seien jetzt überlebensfähig. Ein Trend, der für viele Tiere tödlich endet. PETA spricht sich gegen die Haltung von Reptilien in Privathaushalten aus.

„Der Königspython gehört zu den absoluten ‚Modetieren‘“, so Nadja Kutscher, Kampagnenleiterin bei PETA. „Auf Börsen, im Internet und in Zooläden werden die Tiere als Anfänger-Schlangen verkauft, wachsen ihren Haltern dann jedoch schnell im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf. Die Kosten zur Haltung der Tiere werden oft unterschätzt.“

Insbesondere im Frühling und Sommer werden zahlreiche exotische Tiere ausgesetzt, darunter Schlangen, Echsen, Skorpione und Spinnen. Zurzeit sind es vor allem „Modetiere“, die auf Messen günstig verkauft werden. PETA macht darauf aufmerksam, dass das Aussetzen von Tieren nach Tierschutzgesetz §3 verboten ist. Wer ein Tier findet und nicht sachkundig ist, sollte es nicht anfassen und umgehend die Polizei oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren. Denn in Deutschland werden auch tausende gefährliche Giftschlangen und große Würgeschlangen gehalten, die eine ernst zu nehmende Gefahr für den Menschen darstellen.

Seit Jahren schon fordert PETA ein Verbot der Haltung von Reptilien in Privathaushalten und einen Einfuhrstopp von Wildtieren. Die Organisation weist darauf hin, dass die Haltung von sensiblen exotischen Tieren in Privathaushalten niemals artgerecht erfolgen kann. Zudem setzt eine solche Haltung hohes Fachwissen voraus und überschreitet schnell die Kompetenz der Tierhalter.

PETA ruft dazu auf, keine exotischen Tiere zu kaufen und damit nicht die teils katastrophalen Zucht- und Haltungsbedingungen zu fördern. Wer sich wirklich gut auskennt und sich über den enormen Zeit- und Geldaufwand der Haltung bewusst ist, sollte ein Tierheim oder eine Reptilienauffangstation besuchen.

©PETA / Der Königspython gehört zu den ‚Modetieren‘ - Doch Kosten und Aufwand zur Pflege der Tiere werden oft unterschätzt.

Das druckfähige Motiv schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

Weitere Informationen:
www.peta.de/web/home.cfm?p=4829
www.terraristika-info.de
www.peta.de/exotenboersen

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de