Spenden
 »  »  » Kritik an Reptilienausstellung im Berliner Einkaufszentrum Tempelhofer Hafen: PETA verweist auf Gefa

Kritik an Reptilienausstellung im Berliner Einkaufszentrum Tempelhofer Hafen: PETA verweist auf Gefahr für Tiere und Menschen

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge
Stand Oktober 2015
Berlin / Stuttgart, 14. Oktober 2015 – Gesundheitsrisiko für Besucher: Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. kritisiert die noch bis zum 17. Oktober im Berliner Einkaufszentrum Tempelhofer Hafen stattfindende Reptilienausstellung. Bei Veranstaltungen wie dieser werden exotische Tiere wie Ware ausgestellt und Besuchern häufig zum Anfassen auf die Hand gesetzt. Für die Exoten bedeutet dies enormen Stress, der bei vielen Tieren beispielsweise zu einem aggressiven Verhalten gegenüber ihren Artgenossen führt. Hinzu kommt, dass Reptilienausstellungen eine potenzielle Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen: Die Exoten tragen Salmonellen in sich, die leicht auf den Menschen übertragen werden können. PETA forderte das Einkaufszentrum in einem Schreiben dazu auf, künftig keine derartigen Veranstaltungen mehr anzubieten.

„Wildtiere gehören in kein Einkaufszentrum. Der Transport, die lärmenden Besuchermassen und fehlende Versteckmöglichkeiten – für die sensiblen Lebewesen sind Reptilienausstellungen purer Stress“, so Dörte Röhl, Tierärztin und Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland e.V. „Angesichts der Salmonellengefahr kann Besuchern der Kontakt mit den Reptilien zum Verhängnis werden. Es genügt manchmal schon, das Behältnis oder umliegende Gegenstände zu berühren.“

Das Robert-Koch-Institut warnt seit Langem vor dem hohen Übertragungsrisiko von Erregern wie Salmonellen. Die exotischen Bakterienstämme, die Reptilien in sich tragen, sind insbesondere für Kinder, alte Menschen und Immungeschwächte gefährlich. Mit einem Händewaschen nach dem Kontakt ist es dabei keineswegs getan, denn die Erreger können durch Berührung auf die Kleidung übertragen werden. Nicht selten verbleiben die Keime dort wochenlang. Auch Umweltministerien weisen auf die Gefahr durch Salmonellen bei der Haltung von Reptilien hin. [1]
 
Tiere wie Chamäleons und Schlangen sind nicht domestizierte Wildtiere, die sich niemals an das Leben in Gefangenschaft gewöhnen werden. Die Tiere reagieren besonders empfindlich auf artuntypische Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Außerdem führen Lärm und Vibration zu einem hohen Stressfaktor für die Exoten. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange der Aussteller schon mit den Tieren arbeitet oder ob Veterinäre den Standort im Vorfeld kontrolliert haben. Hinzu kommt, dass den Besuchern vermittelt wird, es handele sich bei „exotischen Tieren“ um Anschauungsobjekte, über die der Mensch frei verfügen kann.
[1] https://mlr.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-mlr/intern/SLT_Salmonellen_bei_Reptilien.pdf

Weitere Informationen:

PETA.de/Salmonellen

 

Kontakt:

Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de