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Das Leiden der Schafe und Lämmer

Osterlamm, bitte nur lebend!

Stand April 2012
Wieder einmal leistet die Werbung alles Erdenkliche, um uns weiszumachen, dass fröhlich herumspringende Lämmer auf grünen Wiesen sich ihres Lebens erfreuen. Es sieht zwar oft idyllisch aus, wenn die Schafe auf der Wiese sind, doch letztlich sind sie das nur wegen ihres Fleisches.

 

Schafe mit Metallketten angekettet
Wer sich genau umsieht, kann erkennen, dass viele Schafe humpeln, hinken oder sogar Moderhinke haben. Die berüchtigte Schafkrankheit Moderhinke führt dazu, dass die Tiere extrem schmerzhafte Klauenentzündungen haben und zum Teil kaum noch laufen können. Die Krankheit ist hochansteckend und wird durch mangelnde Klauenpflege und Haltung auf permanent feuchten, matschigen Böden begünstigt. Der Wiesen-Idylle wird außerdem ein jähes Ende gesetzt, wenn wir erfahren, was bereits nach wenigen Wochen mit den Lämmern geschieht.

Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 1 074 905 Schafe geschlachtet (Destatis 2010). Innerhalb eines Monats werden allein in Deutschland oft über 100 000 Lämmer und Schafe getötet. Die Mehrheit davon sind Lämmer, erst wenige Wochen jung. Je nach Monat variiert die Anzahl der geschlachteten Lämmer. Im Oktober 2011 waren es ca. 68 400 Lämmer, im November ca. 131 200 (Destatis 2011). Während in Deutschland Lammfleisch bevorzugt wird, werden aber auch ältere Schafe gegessen. Ausgewachsene Hammel werden hauptsächlich von einigen Menschen bestimmter Religionsgruppen ohne Betäubung getötet, da dieses Vorgehen für die Reinheit des Fleisches sorgen soll. Doch das Ausbluten bei vollem Bewusstsein ist für die Tiere mit Todesangst und panischen Bewegungen verbunden.

 

Die kleinen Lämmer werden mit eiweißreicher Nahrung sehr schnell gemästet, sie sollen in kurzer Zeit viele Muskeln und viel Fett ansetzen, um dann schon nach wenigen Wochen getötet zu werden. Die Schafmutter wird erneut geschwängert. Nach ca. 5 Geburten lässt auch ihre „Leistungsfähigkeit“ nach und sie wird ebenfalls getötet. Ein trostloses Schicksal.

Dafür werden die sanften Wesen oft zusammengepfercht und sich selbst überlassen. Sie verletzen sich häufig oder schreien verzweifelt nach Wasser. Schafe und Lämmer, die nicht überleben, werden wie Müll entsorgt.

Dabei ist es so einfach, ein veganes Osterfest ohne Lammbraten zu gestalten und anstelle des Lammkoteletts ein Seitansteak zu braten. Probieren Sie doch mal diese leckeren lammfreundlichen Osterrezepte aus.