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Landesfirma unter Agrarminister Backhaus führte Planungsleistungen für skandalträchtige Tierhaltung durch: PETA fordert Trennung von Politik und Tierindustrie

 
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Stand September 2014
Schwerin / Stuttgart, 26. September 2014 – Agrarminister plante umstrittene Mega-Ställe für „Schweinebaron“: Wie jüngst bekannt wurde, übernahm die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mehrfach Planungsleistungen für eine Schweinezuchtanlage in Alt Tellin im Auftrag des Niederländers Adrian Straathof. Dessen Konzern bildet das europaweit größte Schweinezucht-Imperium und fällt immer wieder negativ auf: Dem Unternehmer werden massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sowie baurechtliche Pflichtverletzungen vorgeworfen. Agrarminister Till Backhaus zeigte sich öffentlich über diese Missstände empört. Dabei ist er selbst der Aufsichtsratsvorsitzende der Landgesellschaft, die die Planungen durchführte. Über die Summen, die Backhaus Unternehmen dafür von Straathof kassierte, schweigen die Verantwortlichen. Zukünftig sollen zwar keine solchen Leistungen für Mega-Ställe mehr ausgeführt werden, PETA Deutschland e.V. weist jedoch darauf hin, dass dieser Fall repräsentativ für die viel zu enge Verflechtung von Politik und landwirtschaftlicher Tierhaltung ist. Die Tierrechtsorganisation fordert deshalb ein Ende der Vetternwirtschaft zum Wohl der Tiere.
 
„Die vielen Millionen Schweine, Rinder oder Hühner in den Ställen leiden tagtäglich, weil es keine ausreichende Trennung von Politik und Tierindustrie gibt“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Verstöße werden gedeckt, Ausnahmen genehmigt und Tierquälerei direkt unterstützt.“
 
Straathof verstößt in seinen Ställen selbst gegen die minimalen gesetzlichen Auflagen. Der Schweinezüchter, der sogar mit Agrarsubventionen unterstützt wird, zeigte sich in der Vergangenheit ausgesprochen rücksichtslos: Undercover-Recherchen in seinen Ställen belegen, dass Mitarbeiter neugeborene Ferkel totschlagen und teilweise lebendig in den Müll werfen. Seit November 2011 wurden 38 Verstöße der Straathof GmbH festgestellt.
 
Immer wenn ein Lebewesen für Fleisch, Milch oder Eier gehalten wird, bedeutet dies für jedes einzelne Tier großes Leid und letztendlich den Tod. Pro Jahr sterben in deutschen Schlachthöfen 3,5 Millionen Rinder, fast 60 Millionen Schweine und über 620 Millionen Hühner. Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sondern jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
 

Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Themen/Fleisch
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.d