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Lebende Hummer gefesselt und aufeinandergestapelt: PETA zeigt Hamberger Großmarkt in München an

Stand Dezember 2012
München / Gerlingen, 18. Dezember 2012 – Tierquälerei bei Hamberger in München: In dem Großmarkt für Gastronomie und Handel werden lebende Hummer unter Nahrungsentzug mit fixierten Scheren übereinandergestapelt und zum Verkauf angeboten. Darüber setzte ein aufmerksamer Tierfreund PETA Deutschland e.V. in Kenntnis. Die Tierrechtsorganisation hat nun Anzeige beim zuständigen Veterinäramt erstattet. PETA weist darauf hin, dass eine derartige Aufbewahrung der bewegungsfreudigen Einzelgänger gegen die §2 und §18 des Tierschutzgesetzes verstößt. Die Organisation hatte bereits im vergangenen April an die Geschäftsführung appelliert, keine lebenden Hummer zu verkaufen. In Österreich wird diese Haltungsform der Krebstiere bei gleicher Gesetzeslage regelmäßig geahndet.

„Hummer sind kein Gemüse, das man stapeln und lagern kann“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Angesichts dieser Tierquälerei werden wir sämtliche Hamberger-Filialen anzeigen.“

Hummer werden überwiegend in den Frühjahrs- und Sommermonaten in Kanada und den USA gefangen, wo ihnen bereits nach dem Fang die Scheren zusammengebunden und sie nicht mehr gefüttert werden. Übereinandergestapelt werden sie in trockenen Styroporboxen, nur mit feuchtem Zeitungspapier bedeckt, nach Europa eingeflogen. In deutschen Großmärkten müssen die Tiere ausharren, bis sie nach Wochen oder gar Monaten im kochenden Wasser einen grausamen Tod sterben.

PETA macht deutlich, dass Hummer, Langusten und Krebse Schmerzen empfinden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) attestierte Krebstieren in einer Studie nicht nur ein Bewusstsein, sondern darüber hinaus ein ausgeprägtes Schmerzempfinden und empfiehlt mehr Schutz für die Krebstiere. Entgegen der weitverbreiteten Vorstellung sterben Hummer im kochenden Wasser nicht binnen weniger Sekunden, sondern leiden mindestens drei Minuten lang.

Das KaDeWe in Berlin und Feinkost Böhm in Stuttgart bieten inzwischen keine lebenden Hummer mehr zum Verkauf an und sind somit Vorbild für zahlreiche Gourmet-Geschäfte in Deutschland.

Menschen, die Leid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs Vegan-Probeabo gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.

Weitere Informationen:
GoVeggie.de
PETA.de/Web/fischen.513.html
PETA.de/Web/visch-rezepte.986.html
Freiheit-fuer-Hummer.de

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de