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Das Leben von Kühen in der Intensivhaltung

Machen Sie sich Folgendes klar: Die Intensivtierhaltung der modernen Landwirtschaft strebt danach, eine maximale Menge an Fleisch und Milch so schnell und billig wie möglich zu produzieren, und das bei minimaler Platzanforderung. Kühe und Kälber werden in kleinen Käfigen, Ställen oder Boxen gehalten, oft so beengt, dass sie sich kaum umdrehen können. Man beraubt sie jeglicher Bewegungsmöglichkeit, damit ihre ganze Körperenergie in das Fleisch geht, das der Mensch später verzehrt.
Rinder werden mit einer unnatürlichen Diät aus großvolumigem Getreide und Leguminosenkraftfutter ernährt, bis sie ca. 500 kg wiegen. Sie werden, noch nicht einmal 6 Wochen alt, ohne Betäubung kastriert und enthornt (§ 5 Abs. 3 Nr. 2 des Tierschutzgesetzes). Es gibt keine offiziellen Zahlen dazu. „Mit der Ausdehnung der Mutterkuhhaltung, dem Strukturwandel zu größeren Rinderherden und zunehmender Laufstallhaltung werden es aber immer mehr und es kann davon ausgegangen werden, dass in Deutschland derzeit weit über die Hälfte aller Rinder enthornt werden.“
Auf den Transportern zu den Schlachthöfen leiden sie unter Angst, Verletzungen, den extremen Temperaturen, unzureichender Futter- und Wasserzufuhr und mangelnder tierärztlicher Versorgung. Europaweit werden jedes Jahr 400 Millionen sogenannte "Nutztiere" transportiert. Noch nicht abgesetzte Ferkel, Kälber, Lämmer oder Zickel, die Babys also, dürfen immer noch 9 Stunden am Stück befördert werden, bis ihnen eine Pause mit Fütterung und Wasser gewährt wird. Danach werden sie wiederum 9 Stunden transportiert.
Die männlichen Nachkommen der Milchkühe, die des Kalbfleisches wegen aufgezogen werden, haben das schlimmste Schicksal: Sie werden den Müttern nur wenige Tage nach der Geburt entrissen und dann in kleinen Boxen von 0,80 m Breite und 1,20 m Länge gehalten. Der Lattenrostboden, auf dem sie stehen müssen, hat ca. 2,5 cm Spaltenweite. Die Milch der Mutter, die für das Kälbchen gedacht ist, wird ihnen geraubt, damit der Mensch sie trinken kann. Dafür werden die Kälbchen mit einem Milchersatz gefüttert. Im Alter von 16 Wochen werden sie dann geschlachtet. In den USA stirbt z.B. jedes zehnte Kalb bereits während der Mastzeit in der Box. Für Deutschland gibt es hier keine offiziellen Statistiken, jedoch dürfte es hier sehr ähnlich sein. Bei einer Tagung von Milchbauern im Dezember 2010 sprach ein Milchtierbauer ganz offen über die „Schwächen“ seines Betriebes. Er nannte „Kuhverluste“ von 8 % und „Kälberverluste“ von 15 %.
Die ca. 4,8 Millionen Kühe, die auf Milchfarmen in Deutschland leben, verbringen den Großteil ihres Lebens entweder in riesigen Ställen oder auf von Fäkalien verseuchten Dreckplätzen, wo Krankheiten grassieren. 62 % von ihnen werden in der Stallhaltungsform „Laufstall mit Gülle“ gehalten. 27 % von ihnen werden sogar in Anbindehaltung gehalten! (Statistisches Bundesamt 2010)

 

Die ca. 5,2 Millionen Kühe, die auf Milchfarmen in Deutschland leben verbringen den Großteil ihres Lebens entweder in riesigen Ställen oder auf von Fäkalien verseuchten Dreckplätzen, wo Krankheiten grassieren.

Kühe auf Milchfarmen

Kühe, die ihrer Milch wegen gehalten werden, werden immer wieder geschwängert, ihre Kälber aber nimmt man ihnen weg und entsendet sie auf Kalbfleischfarmen oder andere Milchfarmen. Geben ihre ausgemergelten Körper nicht mehr länger genug Milch her, landen auch sie beim Schlachter und schließlich im Fleischwolf, um Hamburger aus ihnen zu machen.

Melkmaschinen verursachen oft Verletzungen. Diese Verletzungen leisten Vorschub für die Entstehung von Mastitis, einer bakteriellen Infektion, die speziell in der Milchindustrie bekannt ist. Bis zu 20 verschiedene Bakterien verursachen diese Infektion, die sich leicht von einer Kuh auf die nächste überträgt und die, wenn sie unentdeckt bleibt, zum Tode führen kann. Milchmaschinen werden trotzdem benutzt, da sie Arbeitskräfte sparen und es einem einzigen Arbeiter ermöglichen, bis zu 120 Kühe in zwei Stunden zu melken.

Kalbsfleisch

Das größte Leid, das Milchkühen widerfährt, ist vielleicht, dass sie immer wieder ihre Jungen verlieren. Weibliche Nachkommen werden möglicherweise zu neuen Milchkühen herangezogen, aber die männlichen werden ihrer Mutter gewöhnlich binnen 24 Stunden nach der Geburt weggenommen, wonach sie mit Milchaustauscher statt Muttermilch ernährt werden. Sie werden dann auf Auktionen versteigert, entweder für die berüchtigte Kalbfleisch-Industrie oder an Rindfleisch-Produzenten. Wird das Kalb getötet, solange es noch jung ist, wird sein vierter Magen auch für die Herstellung von Käse verwendet, denn er enthält Lab, ein Enzym, das verwendet wird für die Milchgerinnung, damit daraus Käse entsteht. Labmagen, die Membran, dessen Extrakt Labferment ist, kann in diesem Prozess ebenfalls verwendet werden. Es ist möglich, Käse auch ohne Labmagen herzustellen, nämlich mit mikrobiell erzeugtem Lab. Allerdings bedingt die enge Verbindung zwischen der Milch-, Kalbfleisch- und Lederindustrie, dass es für den Käsehersteller billiger ist, Teile des Kalbes zu verwenden anstatt pflanzliche Enzyme.

Innerhalb von 60 Tagen wird die Kuh wieder geschwängert. „Ist die Kuh vor dem Kalben noch nicht "trocken", gönnen ihr die Bauern des Öfteren ein paar Tage Ruhe. Einige sind der Ansicht, dass eine Ruhepause von einem Monat wertvoll ist, jedoch sehen andere das als eine Zeitverschwendung an." Das erste Kalben erfolgt häufig mit 26 Monaten (Beispiel eines Holstein Rind), wonach die Mutterkuh noch weiter wächst (von 580 kg auf 650 kg). Sie befindet sich also selbst noch im Wachstum, wenn sie ihr erstes Baby bekommt.
Während der ersten sieben Monate ihrer neuen neunmonatigen Schwangerschaft wird die Kuh weiter gemolken und ihr wird so die Milch weggenommen, die für ihr vorheriges Kalb gedacht war. Eine typische, industriell ausgebeutete Milchkuh wird in ihrem kurzen Leben drei- oder viermal gebären. Lässt ihre Milchproduktion nach, heißt es "ab ins Schlachthaus", und es werden aller Wahrscheinlichkeit nach die nächsten Hamburger aus ihr gemacht.
Sie können diesen sanften, intelligenten, sensiblen Tieren helfen, indem Sie Milch und Fleisch aus Ihrer Ernährung streichen. Beginnen Sie damit, das kostenlose Veggie-Starter-Kit anzufordern, das vollgepackt ist mit Nährwertinfos, Shopping-Tipps und vielem mehr.

Bitte bedenken Sie auch, dass jedes Mal, wenn Sie eine Lederjacke oder Lederschuhe kaufen, sie damit Tiere zu lebenslänglichem Leiden verurteilen. Der Kauf von Leder trägt direkt zu Intensivhaltung und Schlachthöfen bei, da Tierhäute der wichtigste Teil unter den Nebenprodukten der Multimilliarden-Euro-Fleischindustrie sind.