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Leidende Esel in Anhausen: PETA erstattet Strafanzeige aufgrund katastrophaler Tierhaltung

 
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Stand Juli 2013
Anhausen / Gerlingen, 15. Juli 2013 – Die Esel auf einer Weide in Anhausen ertragen großes Leid: Ihre Hufe wurden offensichtlich lange Zeit nicht mehr fachmännisch beschnitten, das Gelände sieht ungepflegt aus und die Tiere sind in einem schlechten allgemeinen Zustand. Ein mutiger Tierschützer meldete die Missstände dem zuständigen Veterinäramt und der Tierrechtsorganisation PETA. Die Behörden wurden tätig und erteilten die Auflage, die Hufe der Tiere kürzen zu lassen, da das Laufen für die Esel schmerzhaft sein musste. Leider jedoch wurde die Hufkorrektur mutmaßlich nicht fachgerecht durchgeführt. Aktuelles Bildmaterial, das PETA Deutschland e.V. vorliegt, zeigt auf, das die Tiere weiter leiden. Auf Basis der neuen Fotos ließ die Tierrechtsorganisation jetzt ein tierärztliches Gutachten anfertigen, das Ergebnis ist deutlich: Die Hufe sind teilweise noch immer überlang. Zudem zeigen die Bildnachweise furchenartige Vertiefungen, die über die Hufe verlaufen, Teile der Hufe fehlen sogar komplett. Hinzu kommen Tennisball-große Schwellungen im Bereich der Fesselgelenke. Es liegt die Vermutung nahe, dass diese unnatürlichen Veränderungen für die Esel schmerzhaft sind. Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass der Verdacht auf Verstoß gegen §2 Nr.1. des Tierschutzgesetzes vorliegt. Auf Basis dieser Informationen erstattete PETA nun Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Tübingen.

„Die Esel müssen wohl große Schmerzen ertragen und Leben unter unwürdigen Bedingungen“ so Kathrin Eva Schmid, Campaignerin für Missstands-Meldungen bei PETA Deutschland e.V. „Wir appellieren an die zuständigen Behörden schnell zu handeln, damit den Tieren geholfen werden kann. Sie brauchen medizinische Versorgung und eine grundlegende Verbesserung der Lebensumstände.“

Esel sind sensible und feinfühlige Tiere. Ihre Hufe benötigen eine sorgsame Pflege, da das Horn immer weiter wächst. Diese Tiere benötigen eine große Weide mit trockenem Untergrund, da dauerhafte Feuchtigkeit schlecht für die Hufe ist. Wie alle Tiere der Gattung der Pferde können Esel bei guter Haltung 35 Jahre und älter werden.

PETA hilft das Schicksal von Tieren zu verbessern, wenn Missstandsmeldungen eingehen. Mit der Hilfe von Informanten wurden schon viele Tierschutzskandale aufgedeckt. Daher bittet PETA: Wer beobachtet, dass Tiere misshandelt und gequält werden, der fasse sich ein Herz und melde diesen Missstand. Dadurch wird es der Tierrechtsorganisation möglich, entsprechende rechtliche Schritte einzuleiten und alle verantwortlichen Personen, die mit der Vernachlässigung oder dem Missbrauch in Verbindung stehen, zur Verantwortung zu ziehen.

Der Huf von einem der betroffenen Esel / © privat

Die Esel haben tiefe Einkerbungen in den Hufen / © privat

Beide Motive sind auf Anfrage in druckfähiger Qualität erhältlich.

Mehr Informationen:
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA/Whistleblower

Kontakt:
Jobst Eggert, 030 6832666-01, JobstE@peta.de