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Leipziger Restaurant „La Provence“ streicht Foie gras von der Speisekarte

 
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PETA zeichnet französischen Gastronomiebetrieb mit „Stopfleber-frei-Urkunde“ aus

Stand Dezember 2013
Leipzig / Gerlingen, 17. Dezember 2013 – Französisches Gourmetrestaurant trifft tierfreundliche Entscheidung: Ab sofort streicht das Leipziger Restaurant „La Provence“ alle Gerichte mit Foie gras von der Speisekarte. Diesen Entschluss teilte das Restaurant der Geschäftsführung von PETA Deutschland e.V. mit. Für diese vorbildliche Entscheidung zeichnet die Tierrechtsorganisation das Restaurant jetzt mit einer „Stopfleber-frei-Urkunde“ aus. PETA hatte den Geschäftsführer des „La Provence“ Anfang Dezember angeschrieben und über die tierquälerische Praxis auf Stopfleberfarmen informiert. Für kommenden Mittwoch war bereits eine PETA-Aktion vor dem Restaurant geplant – diese konnte nun erfreulicherweise abgesagt werden, da die Fois gras von der Karte gestrichen wurde.

„Wir freuen uns vor allem im Namen der Tiere und möchten uns bei der Geschäftsführung bedanken. Durch diese tierfreundliche Entscheidung bleibt zahlreichen Gänsen und Enten die Prozedur des Stopfens erspart“, so Dr. Tanja Breining, Biologin bei PETA. „Wir hoffen, dass sich weitere Restaurants diesem tierfreundlichen Beispiel anschließen und Stopfleber in Zukunft keinen Platz mehr auf ihrer Speisekarte einräumen werden.“

Eine Nachfrage beim Statistischen Bundesamt ergab, dass allein im Jahr 2012 circa 77 Tonnen Stopfleber aus Frankreich, Ungarn und den Niederlanden nach Deutschland importiert wurden, für die über 100.000 Enten und Gänse sterben mussten.

Medizinisch gesehen ist die verfettete Leber (Steatosis hepatis) ein krankhaft verändertes Organ. Den betroffenen Enten und Gänsen wird mehrmals täglich ein langes Rohr in den Rachen gestoßen, über das sie mit großen Mengen Getreide zwangsgestopft werden. Den Vögeln wird die Kehle aufgeschlitzt, bevor sie an den irreversiblen Folgen des Stopfens sterben. Zu den Nebenwirkungen zählen unter anderem Verletzungen des Rachenbereichs, Atemnot, Prellungen, Knochenbrüche, Darmentzündungen, Durchfall, Leberzirrhose, Herzversagen, Nierenversagen und Leberblutungen. Die Gänsestopfleber ist folglich ein extrem geschädigtes Organ von Tieren und sollte von allen Speisekarten gestrichen werden. Daher fordert PETA ein Verkaufsverbot von Stopfleber und hat hierfür bislang fast 100.000 Unterschriften gesammelt.

Zahlreiche Prominente unterstützen PETAs Anti-Stopfleber-Kampagne, darunter James Bond-Legende Sir Roger Moore, Formel-1-Rennfahrer Adrian Sutil, Oscarpreisträgerin Kate Winslet, Model Tamara Ecclestone, Autorin Charlotte Link oder auch Gastronomieberaterin Eva Miriam Gerstner.

Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.

Weitere Informationen:
Stopfleber.Info
PETA.de/Stopfleberrecherche2012
PETA.de/Stopfleber

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de