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Letzter Menschenaffe in einem deutschen Zirkus in entsetzlicher Haltung

PETA fordert Behörden in Langenhagen auf, Robby aus dem Circus Belly zu retten

Stand Februar 2013
Langenhagen / Gerlingen, 21. Februar 2013 – Circus Belly gastiert von Freitag an mit dem Schimpansen Robby in Langenhagen. Der 37-jährige Schimpanse – der letzte Menschenaffe in einem deutschen Zirkus – wird bei Circus Belly nach Auffassung von PETA Deutschland e.V. unter tierquälerischen Bedingungen gehalten. Daher fordert die Tierrechtsorganisation von dem zuständigen Veterinäramt Robbys Herausnahme aus dem Zirkusbetrieb und die Überstellung an die renommierte Schimpansenauffang- und Rehabilitationseinrichtung AAP in den Niederlanden, wo ein Platz für ihn bereit steht. Recherchen von PETA haben ergeben, dass das Gehege von Robby viel zu klein und zu niedrig ist, Kletter- oder Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es kaum. Die Schimpansen-Experten von AAP haben Circus Belly bereits schriftlich dazu aufgefordert, Robby abzugeben, weil es für den Schimpansen nach vielen Jahren voller Qualen und Entbehrungen im Zirkusbetrieb die beste Möglichkeit ist, sein Wohlergehen zu sichern.

„Circus Belly beteuert immer wieder, Robby gehöre angeblich zur Familie, aber kein normaler Mensch würde ein Familienmitglied unter solchen Bedingungen halten. Dem Schimpansen wird in diesem Zirkus alles vorenthalten, was er für ein artgerechtes Leben braucht“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Kampagnenleiter und Wildtier-Experte bei PETA. „Ein angebliches Gutachten soll diese katastrophale Schimpansenhaltung unter völliger Missachtung der eindeutigen Richtlinien des Bundeslandwirtschaftsministeriums als zulässig betrachten, doch diese bleibt nach unserer Auffassung nicht nur extrem tierquälerisch, sondern auch illegal.“

PETA appelliert zudem in einer Online-Petition an das Heimat-Veterinäramt des Zirkus, Landkreis Celle, Robby aus den entsetzlichen Zirkus-Verhältnissen zu befreien. Auch nach einem Leben im Zirkus ist die Überführung in die Auffang- und Rehabilitationseinrichtung in den Niederlanden im besten Interesse von Robby und seine einzige Chance, seit langer Zeit wieder ein Schimpanse sein zu dürfen. Obwohl Schimpansen gemäß Zirkusleitlinien nicht im Zirkus gehalten werden dürfen und der Zirkus die Mindestanforderungen dauerhaft und erheblich unterschreitet, ermöglicht das zuständige Veterinäramt des Landkreises Celle noch den Belly-Zirkusleuten, ihrer systembedingt tierquälerischen Schimpansenhaltung den Anschein von Pseudo-Legalität zu geben, anstatt die klaren Vorgaben der offiziellen Leitlinien umzusetzen, was einer behördlich legitimierten Tierquälerei gleicht.

PETA fordert ein Verbot von Wildtieren im Zirkus, weil die Haltungsbedingungen nicht annähernd die Bedürfnisse der Tiere erfüllen. Verhaltensstörungen, verkürzte Lebensdauer und eine gewaltsame Dressur mit Peitsche und Ketten sind die Markenzeichen der Wildtierhaltung im Zirkus.

Tierquälerische Haltung: Schimpanse Robby bei Circus Belly / © PETA Die Bilder sind auf Anfrage in höherer Auflösung erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de/RettetRobby
PETA.de/Zirkus
PETA.de/Schimpansen

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de