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LKW-Zusammenstoß auf A 5: Jäger erschießen vier Rinder – Statement von PETA

 
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Stand Juli 2016
Heppenheim / Stuttgart, 14. Juli 2016 – Am Abend des 13. Juli ereignete sich nahe der Autobahn A 5 bei Heppenheim (Hessen) ein folgenschwerer Vorfall: Sieben Rinder waren auf bis bislang ungeklärte Weise von ihrer Weide ausgebrochen. Nachdem es gelang, drei Tiere wieder einzufangen, liefen die anderen vier Rinder auf die Autobahn –  ein LKW prallte dort mit einem Tier zusammen und verletzte das Tier schwer. Anschließend flohen die Rinder auf ein nahegelegenes Maisfeld. Nachdem bereits gegen 17 Uhr die Tierrettung Rhein-Neckar alarmiert war, rief die Polizei erst gegen 20 Uhr – auf wiederholte Bitte der Tierschützer hin – die Feuerwehr hinzu. Mithilfe eines Polizeihubschraubers sowie Quad-Fahrern wurde versucht, die Rinder dazu zu bewegen, das Feld zu verlassen. Die Bemühungen der Tierschützer, die im Auftrag der Polizei versuchten, die Rinder beim Verlassen des Maisfeldes mittels Betäubungsmunition ruhig zu stellen, wurden umgehend zunichte gemacht: Jäger gaben – obwohl sie erst nach misslungenem Betäubungsversuch hätten schießen sollen – vorschnell tödliche Schüsse auf die Tiere ab. Nicht nur das bereits verletzte Tier wurde von den Jägern getötet, auch die anderen drei Tiere kamen auf diese Weise ums Leben. Dazu kommentiert Dr. Edmund Haferbeck, Manager der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA:
 
„Es ist zutiefst zu bedauern, dass den Mitarbeitern der Tierrettung Rhein-Neckar keinerlei Chance gegeben wurde, die Tiere zu betäuben und sie so auf schonende Art und Weise aus der Situation zu befreien. Eine Rettung der Rinder wäre hier wohl möglich gewesen, wenn seitens der Jäger nicht voreilig zum Todesschuss angesetzt worden wäre.“

Bereits im Dezember 2015 (Espenau) und Mai 2016 (nahe Soest) kam es zu ähnlichen Vorfällen von Eskalationen mit ausgebrochenen Rindern, die ebenfalls tödlich für die Tiere endeten. In beiden Fällen hatte PETA Strafanzeige gegen die zuständigen Polizeibeamten erstattet, weil diese ihre Dienstwaffen der Polizei – welche für die Tiertötung gänzlich ungeeignet sind – verwendeten.
 
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.
 
 
Die getöteten Rinder auf dem Maisfeld. / © PETA
 
Die druckfähigen Motive können hier und hier heruntergeladen werden.
 

Dr. Edmund Haferbeck / © PETA

Das druckfähige Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de