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Massentötungen von Hunden in Rumänien: PETA veröffentlicht Video und appelliert an Präsident Klaus Johannis, das Tierleid zu beenden

 
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Hundefänger erhalten Kopfgeld pro Vierbeiner

Stand Juli 2015
Bukarest / Stuttgart, 9. Juli 2015 – Mit Drahtschlingen gefangen, eingepfercht ohne Versorgung, verletzt und verzweifelt – so warten sie auf den Tod: Seitdem Rumänien 2013 ein „Euthanasiegesetz“ zum Töten von auf der Straße lebenden Hunden erlassen hat, wurden in dem europäischen Mitgliedsstaat viele zehntausend Vierbeiner eingefangen und brutal getötet. Allein in der Hauptstadt Bukarest sollen 30.000 Tiere den gewaltsamen Fang- und Tötungsaktionen zum Opfer gefallen sein [1]. PETA Deutschland e.V. richtet sich jetzt mit einer dringenden Petition an den im November 2014 gewählten rumänischen Staatspräsidenten Klaus Johannis. Darin fordert die Tierrechtsorganisation den Deutschrumänen auf, sich für eine Rücknahme des Gesetzes einzusetzen, das zur Verminderung der Hunde-Überpopulation anstelle eines konsequenten Kastrationsprogramms die Tötung der Tiere vorsieht. Innerhalb weniger Tage haben bereits fast 21.000 Menschen den Appell unterzeichnet. Auf ihrer Petitionsseite veröffentlicht PETA Videomaterial von lokalen Tierschützern, das den rücksichtslosen Umgang mit heimatlosen Tieren in Rumänien zeigt. Die Tierrechtsorganisation fordert Johannis auf, den Tierschutz in seinem Land voranzutreiben, Tierquälerei zu sanktionieren sowie flächendeckende Kastrationsprogramme einzuführen.
 
„Die Massentötung von Hunden führt Rumänien in eine Sackgasse. Die Regierung verschwendet damit nicht nur Steuergelder, sondern ruiniert mit dem ethisch absolut inakzeptablen Vorgehen auch den Ruf des europäischen Mitgliedsstaates“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Bürger in ganz Europa zeigen sich entsetzt über die tierfeindliche Gesetzgebung und den skrupellosen Umgang mit den Tieren. Präsident Johannis muss dem Vorgehen endlich ein Ende setzen.“
 
Mittlerweile spielen auch finanzielle Interessen eine Rolle, die alle Bemühungen um eine tiergerechte und nachhaltige Lösung verdrängen: Pro Hund erhalten die Hundefänger eine Prämie von bis zu 50 Euro; dazu kommen weitere Gelder für die Betreiber und Veterinäre der staatlichen Tötungsstationen, in denen die Hunde unter katastrophalen Bedingungen vegetieren, bis sie nach Ablauf einer 14-tägigen Frist getötet werden. Daneben fließen weitere Steuergelder an die Ärzte für die Euthanasie und in letzter Instanz an die „Entsorger“ der Tierkadaver – insgesamt bis zu 250 Euro pro Hund. Das von PETA veröffentlichte Videomaterial zeigt Hunde, die an Drahtschlingen in Transporter geschleifte werden, Käfigböden voller Exkremente, Blut und Fellreste. Es sind auf nassen Betonböden kauernde Welpen, verzweifelte und verletzte Tiere zu sehen sowie Hundekadaver neben Mülltonnen.
 
Zur nachhaltigen Populationsverminderung fordert PETA die konsequente Umsetzung eines flächendeckenden Kastrationsprogrammes. Dieses bewährte Konzept sieht vor, die Tiere im Anschluss an die Kastration und tierärztliche Behandlung in das vertraute Revier zurückzusetzen und dort zu versorgen. Bisherige Erfahrungen machen deutlich, dass dies die einzig effektive Methode ist, um die Zahl heimatloser Tiere langfristig und tierfreundlich zu senken. Dieses Vorgehen wird auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihren „Guidelines for Dog Population Management“ empfohlen. Zusätzlich sind flankierende Maßnahmen, wie zum Beispiel ein striktes Zucht- und Verkaufsverbot von Hunden und Katzen, unerlässlich.


Weitere Informationen:
PETA.de/HundeRumänien
PETA.de/Themen/Auslandstierschutz
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de