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Massive Tierquälerei in Mastbetrieben des Plukon-Konzerns: Staatsanwaltschaften leiten nach PETA-Anzeige Strafermittlungsverfahren ein

 
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Stand Dezember 2014
Oldenburg / Verden (Aller) / Stuttgart, 5. Dezember 2014 – Ermittlungsverfahren eingeleitet: Im Rahmen einer umfangreichen Recherche konnte die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. in diesem Jahr erstmals eine Hühner-Ausstallung per Fangmaschine in einem Hühnermastbetrieb in Cappeln (Oldenburg) dokumentieren. Das Videomaterial aus Betrieben des Plukon-Konzerns zeigt, wie die riesigen Vorrichtungen, die gigantischen Staubsaugern ähneln, hunderte Tiere gleichzeitig über einen Fließband-Mechanismus einsammeln – ganz gleich, ob die Hühner schwach oder krank sind. Das hohe Tempo der Maschine verschreckt die Tiere, Arbeiter treiben sie mit Tritten zusammen. In mehreren Hühnermastbetrieben filmten die Ermittler darüber hinaus verletzte und tote Hühner. PETA erstattete bei den Staatsanwaltschaften Verden (Aller) und Oldenburg daher Anzeige gegen die Verantwortlichen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die eingereichten Strafanzeigen haben nun zur Aufnahme von Strafermittlungsverfahren (NZS 931 Js 47312/14, 47490/14, 47422/14; NZS 1102 Js 67948/14, 66792/14, 67947/14) geführt.
 
„Wir freuen uns sehr über die beginnenden Ermittlungen“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA Deutschland e.V. „Die Ausstallungsmethoden in den Anlagen des Plukon-Konzerns sind äußerst brutal und die offensichtlichen Tierschutzvergehen müssen geahndet werden.“
 
Nach eigenen Angaben ist Plukon mit einem jährlichen Umsatz von über 1,2 Milliarden Euro einer der größten Akteure auf dem europäischen Geflügelmarkt. Rund 6,8 Millionen Hühner werden pro Woche für den Konzern getötet. Auf der firmeneigenen Homepage rühmt sich Plukon mit höchster Verantwortung für das Wohl der Tiere. „Friki“, die bekannteste Marke des Konzerns, wird in Deutschland hauptsächlich bei Rewe, Lidl und Kaufland verkauft.
 
„Ausstallen“ bedeutet das Einfangen aller Hühner am Ende der Mastperiode, um die Tiere in Transportkisten zum Schlachthof zu fahren. Meist wird diese Aufgabe von niedrig bezahlten Lohnarbeitern per Hand übernommen – wobei mehrere Tiere gleichzeitig an den Beinen und Füßen gepackt und kopfüber in die Kisten geworfen werden. Auch weil Tierrechtsorganisationen wie PETA diese Ausstallungsmethode immer wieder als tierquälerischen Akt entlarvt haben, hat die Tierindustrie mit Fangmaschinen eine Möglichkeit zum Einfangen der Tiere entwickelt, die seit einigen Jahren verstärkt eingesetzt wird. PETA beweist mit den aktuellen Aufnahmen jedoch, dass dieser Fangmechanismus nur eine wirtschaftlichere Art des Ausstallens darstellt, die dazu dient, Zeit und Arbeitskraft zu sparen – das Wohl der Tiere spielt beim Einsatz der riesigen Maschinen offensichtlich keine Rolle.
 
2013 wurden alleine in Deutschland fast 700 Millionen Hühner getötet. Möglich ist das mit Hilfe von Stallanlagen, in denen meist über 40.000 Tiere eingesperrt sind. Nach etwa 35-43 Tagen werden die Hühner zum Schlachthaus transportiert und die nächsten 40.000 Hühner eingestallt. Hühner in Biobetrieben haben zwar in der Regel etwas mehr Platz, doch kommen auch diese Tiere meist aus konventionellen Elterntierfarmen und sterben in den gleichen Schlachthäusern.
 
Wer Tierleid konsequent vermeiden möchte, sollte kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen VeganStart-Programm von PETA gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Jedes Jahr werden in Deutschland über eine Milliarde Tiere für die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion getötet.


Weitere Informationen und Videomaterial:
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Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de