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Meeresfischzuchtanlage in Völklingen: PETA fordert Baustopp

 
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Gesundheitliches Risiko für Fische und Verbraucher

Stand Juli 2012
Völklingen / Gerlingen, 30. Juli 2012 – Die von Insolvenzgerüchten umwitterte Meeresfischzuchtanlage in Völklingen (MFV), die im kommenden September ihren Betrieb aufnehmen soll, stößt auf heftige Kritik seitens PETA Deutschland e.V. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass die Züchtung von Fischen auf Aquafarmen Tierquälerei ist: Die auf engstem Raum gehaltenen Fische leiden an Fischläusen sowie an Herzmuskelentzündungen, 90 Prozent von ihnen haben eine Fettdepotablagerung am Herzen. Auch birgt eine solche Züchtung gesundheitliche Gefahren für Menschen: Denn die mit Krankheiten befallenen Fische werden mit Antibiotika behandelt, die durch den späteren Verzehr der Fische auch in den Körper des Menschen gelangen.

„Wenn Völklingen nicht die neue Hochburg der Tierquälerei werden möchte, muss der Bau der Fischzuchtanlage umgehend gestoppt werden“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Fische sind kein schwimmendes Gemüse, das ‚geerntet‘ wird. Sie sind sensible, intelligente Wirbeltiere, die erwiesenermaßen gerne die Musik von Mozart hören, Fußball spielen könnten und so freundlich und zutraulich sind wie unsere Hunde und Katzen.“

In der Völklinger Meeresfischzuchtanlage, deren Vertriebspartner kürzlich Insolvenz anmelden musste, planen die Betreiber neben Dorade, Wolfsbarsch und Stör auch den Yellowtail Kingfish zu züchten. Die ersten Fische sollen Ende 2013 „geerntet“ werden – wie es abfällig im Fachjargon heißt.

PETA weist darauf hin, dass in der Regel 10 bis 20 Prozent der Forellen auf Aquafarmen aufgrund der hohen Besatzungsdichte an Verstümmelungen und Krankheiten sterben. Der Lebensmittelabfall, der aus den Farmen ins Meer gelangt, beläuft sich auf 7 Prozent, also etwa 70.000 Tonnen, die im offenen Meer von Wildfischen aufgenommen werden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich giftige Stoffe wie PCB und Dioxin im Fisch anreichern und krebserregend sind, wodurch das gesundheitliche Risiko beim Fischverzehr höher ist als der eventuelle Gewinn durch die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Fische, genau wie Menschen, Schmerzen, Stress und Angst empfinden. Während Professor Hoffmann von der Tierärztlichen Fakultät an der Universität München vor Gericht den wissenschaftlichen Nachweis erbrachte, dass Fische leiden, bestätigte Dr. Fricke vom Max-Planck-Institut in Seewiesen, dass Fische ebenso intelligent sind wie viele Affenarten.

Weitere Informationen:
www.fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de