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Meerschweinchen im Altkleidercontainer entsorgt – PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

Stand November 2012
Duisburg / Gerlingen, 29. Februar 2012 – Nachdem am gestrigen Dienstagmorgen im Duisburger Stadtteil Bissingheim neun Meerschweinchen in einem Altkleidercontainer den Tod fanden, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen. Ein unbekannter Tierhalter hat insgesamt elf Tiere wie alte Lumpen weggeworfen, nur zwei der Nager überlebten die Tortur. Zeugen wenden sich bitte an PETA unter 0152 37325400 oder direkt an das zuständige Polizeirevier.

„Helfen Sie mit, diese herzlose Tat aufzuklären“, appelliert Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Dieser Mensch hat den Tod der schutzbedürftigen Meerschweinchen bedenkenlos in Kauf genommen, obwohl er sie in einem Tierheim hätte abgeben können. Wer Tiere wie Ware behandelt, muss unbedingt mit einem privaten Tierhalteverbot belegt werden.“

PETA fordert als Teil eines Heimtierschutzgesetzes ein Verkaufsverbot von Tieren im Zoohandel. Zoohandlungen fördern unbedachte Spontankäufe, deren Zahl ständig zunimmt. Wer ein Tier aufnimmt, entscheidet sich aber langfristig für ein zusätzliches Familienmitglied und trägt somit eine große Verantwortung. Ein großer Teil der spontan erworbenen Tiere wird abgegeben oder einfach ausgesetzt, sobald das Interesse nachlässt. Allein in Deutschland landen jedes Jahr über 300.000 Tiere in den restlos überfüllten Tierheimen. PETA weist auch darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren nach Tierschutzgesetz §3 verboten ist.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Tierschutzgesetz §17 und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität Saarland dazu: „Geschätzte 80-90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
www.peta.de/tierqual
www.peta.de/haustiere
www.peta.de/staatsanwalt
www.peta.de/web/zoohandlungen.183.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de