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Milchpreise im Rekordtief: PETA wirft tierproduzierender Branche falsche Politik auf Kosten der Tiere vor – Statement der Organisation

 
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Stand Mai 2016
Stuttgart, 19. Mai 2016 – Kühe als Leidtragende einer unrentablen Landwirtschaft: Die deutschen Milchpreise haben ein Rekordtief erreicht – mit einer Entlohnung von zum Teil unter 20 Cent pro Liter für die Erzeuger. Hauptursache des Preissturzes ist das massive Überangebot an Milch in Europa. Medienberichten zufolge will die Bundesregierung Milchbauern nun mit weiteren Hilfszahlungen von bis zu 100 Millionen Euro unterstützen. In der Diskussion außen vor sind die wahren Opfer der Milchindustrie und deren aktueller Entwicklung: Ausgemergelte und kranke Kühe, die immer mehr zu Milchmaschinen degradiert werden. Dazu kommentiert Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei der Tierrechtsorganisation PETA:
 
„Seit Monaten schon gibt es für die Landwirtschaft nahezu ausschließlich ein Thema: das Milchpreis-Debakel. Die Tierproduzenten scheinen schon jahrzehntelang nichts dazugelernt haben. Dem sogenannten Schweinezyklus ähnliche Mechanismen greifen nun auch in der Milchindustrie: Die Preise sinken, die Produktion steigt – auf Kosten der Tiere. Die exportorientierte Ausrichtung einer Branche, die – man muss scheinbar immer wieder daran erinnern – mit lebenden Tieren arbeitet, ist der größte strategische Fehler, den der Bauernverband unmittelbar mitzuverantworten hat. Nach Aufhebung der Milchquote wurden gerade erst die ohnehin schon großen Bestände aufgestockt. Die Folge: Milch als Massenware und auf Hochleistung gezüchtete Wegwerfkühe, die nur so lange am Leben gehalten werden, wie sie wirtschaftlich rentabel sind. Mit der Entschließung des Bundesrates, die tierquälerische Anbindehaltung der Tiere zu verbieten –  ausdrücklich gegen den erklärten Widerstand der Bündnisgrünen in Baden-Württemberg – wird hoffentlich ein erstes richtungsweisendes Zeichen hin zum Tierschutz gesetzt. Wir unterstützen die Forderung des wiederbestellten baden-württembergischen Landwirtschaftsministers Hauk, die Milchmengen drastisch zu reduzieren. PETA wird zudem weiterhin konsequent daran arbeiten, dass die Nachfrage nach Milch- und anderen tierischen Produkten weiter nachlässt und die Wichtigkeit veganer Lebensmittel-Alternativen immer mehr zunimmt“.
 
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.
 

Dr. Edmund Haferbeck / © PETA
 
Das druckfähige Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Milch-Fakten
Veganblog.de/2015/05/Warheit-ueber-Milch-zu-unbequem
 
Kontakt:
Kristin Graf, +49 (0)711 860591-527, KristinG@peta.de