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Missbrauchte Pferde im Kreis Pforzheim – PETA und Tierfreunde erhöhen ausgesetzte Belohnung auf 2.300 Euro

 
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Stand November 2012
Pforzheim / Gerlingen, 27. Juli 2012 – Nachdem Unbekannte im Kreis Pforzheim mehrere Pferde im Genitalbereich verletzten – ein Tier musste eingeschläfert werden – erhöht die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun die Belohnung für Hinweise, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Gemeinsam mit engagierten Tierfreunden wurde die Summe von ursprünglich 500 auf 2.300 Euro aufgestockt. Zeugen, die Informationen zu diesen grausamen Taten oder dem Täter beisteuern können, wenden sich bitte telefonisch unter 0152 37325400 oder per E-Mail an PETA oder direkt an das Polizeirevier Pforzheim (07231 186-0). Mit Hinblick auf die Fälle weist PETA darauf hin, dass aus sadistischen sexuellen Aggressionen gegen Tiere schnell Gewalt gegen Menschen werden kann. Gerade Taten, die von Pferderippern begangen werden, gelten als Indikator für eine mögliche Vorstufe schwerer Sexual- oder Gewaltdelikte.

„Tierquälerei kann Symptom für eine tiefgreifende mentale Störung sein und muss unbedingt geahndet werden“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Zudem müssen Tiere bestmöglich vor Gewalt geschützt werden. Treten ‚Pferderippertaten‘ in einer Gegend wie nun leider im Raum Pforzheim wiederholt auf, sind Pferdehalter zu Recht besorgt. Sie sollten unbedingt verstärkt achtsam sein. Gerade für abgelegene Bereiche ist ein Sicherheitskonzept sinnvoll und Pferdehalter sollten verstärkt Kontrollgänge machen. Dass die Polizeidirektion Pforzheim eine SOKO eingerichtet hat, begrüßen wir ausdrücklich – dies zeigt, wie ernst die Behörden diesen Fall nehmen.“

PETA weist darauf hin, dass sich zahlreiche Mörder zunächst an Tieren vergingen, bevor Menschen ihre Opfer wurden. Wie viele Serienmörder, ließ der sogenannte Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust seine perversen Phantasien an Pferden, Schafen und Rindern aus, bis er vier Frauen auf exakt die gleiche Weise tötete wie zuvor die Tiere. Auch Rolf Diesterweg, der Mörder von Kim Kerkowe und Silke Meyer, hat zuvor Kaninchen, Katzen und andere Tiere gequält, ebenso wie Ronny Rieken, der Mörder von Christiane Nytsch und Ulrike Everts. Das jüngste Beispiel ist der als „Porno-Killer“ bekannt gewordene Kanadier Luka Rocco Magnotta: Bei dem mutmaßlichen Mörder eines chinesischen Studenten soll es sich auch um den perversen Tiertöter handeln, der mehrere Katzenbabys vor laufender Kamera auf sadistische Weise tötete.

Studien und Fallbeispiele belegen einen engen Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten. Dies zeigt, dass Tierquälerei auf keinen Fall verharmlost werden darf. So schätzt Dr. Christoph Paulus, Aggressionsforscher an der Universität Saarland, dass 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter zuvor bereits Tiere gequält haben.

Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Information für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
PETA.de/tierqual
PETA.de/haustiere
PETA.de/staatsanwalt
PETA.de/web/wenn_sie_zeuge.989.html
PETA.de/frankgust

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de