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Mitgefühl leben: Christen-für-Tiere-Expertin gibt fünf Tipps für ein tierfreundliches Osterfest

Stand März 2016
Stuttgart, 10. März 2016 – Friedvolles Ostern für alle Lebewesen: Das Osterfest ist das höchste Fest im Kirchenjahr des Christentums. Die Fastenzeit ist vorüber und viele Menschen begehen die Feiertage damit, im Garten nach Süßigkeiten zu suchen oder endlich wieder herzhaft zu schlemmen. Doch gleichzeitig – und von vielen Menschen unbeachtet – leiden Tiere für die heimischen Brauchtümer. Julia Bielecki, Theologin und Betreuerin der Kampagne „Christen für Tiere“ bei PETA hat fünf Tipps zusammengestellt, mit denen die Ostertage zum Fest für Mensch und Tier werden.
 
„Die österlichen Traditionen stehen in einem starken Widerspruch zur Botschaft Jesu. Wir sollten dieses Osterfest zum Anlass nehmen, Jesu Zeugnis von Mitgefühl und Nächstenliebe in die Tat umzusetzen“, so Julia Bielecki.

Ein Herz für Hühner – nachhaltige Ostereier

Wer an Ostern denkt, denkt an Eier. Dabei sollen sie vor allem eines sein: schön bunt. Doch es müssen nicht Hühnereier sein, denn die Eierproduktion ist ein brutales Geschäft: Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 50 Millionen männliche Küken in den Brütereien vergast oder lebendig geschreddert, weil sie keinen Nutzen für die Industrie haben. Die weiblichen Tiere werden als Legemaschinen eingesetzt und getötet, sobald sie nicht mehr „rentabel“ sind. Da macht es doch viel mehr Spaß, Eier aus Plastik oder Papier mit tollen Mustern und Farben zu verzieren. Weiterer Pluspunkt für das selbst gebastelte Ei: Es verdirbt nicht und kann somit jedes Jahr aufs Neue benutzt werden. Das spart nicht nur Abfall, sondern schont auch den Geldbeutel.
 
„Eiersalat“ ohne Ei

Auch „Eiersalat“ lässt sich ganz einfach und ohne Ei zubereiten. Und das Tolle: Niemand wird merken, dass dieser Salat tatsächlich ohne tierische Produkte auskommt. Er eignet sich beispielsweise als Beilage oder für den Osterbrunch. Das passende Rezept findet sich auf christen-fuer-tiere.de.

Schokolade muss nicht aus Kuhmilch sein

Auch Milch verursacht Leid: Kälber werden kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt, damit Menschen die Milch trinken können. Die Kühe selbst fristen ihr kurzes Leben in dreckigen, engen Ställen, ohne dass ihre Bedürfnisse beachtet werden. Mittlerweile gibt es jedoch zahlreiche Süßigkeitenhersteller, die veganes Naschwerk anbieten. Viele Produkte sind zudem „versehentlich“ rein pflanzlich. Auf PETAs Veganblog finden Interessierte vegane Produkte, die problemlos in jedem Bio- oder Supermarkt erhältlich sind. Alternativ können aus handelsüblicher veganer Blockschokolade kinderleicht Pralinen selbst hergestellt werden. Die Schokoladenstücke einfach im Wasserbad schmelzen, die Masse in einer beliebigen Silikonform auskühlen lassen und sie z. B. mit Marzipan, Pistazien, Mandeln etc. füllen.
Tierfreundlich schlemmen
Lämmer werden ihren Müttern bereits nach wenigen Wochen entrissen, gemästet und dürfen meist nur wenige Monate leben – sie sind so gesehen also noch Babys, wenn sie getötet werden. Dabei gibt es zahlreiche, rein pflanzliche Gerichte, die mindestens genauso gut schmecken und tierleidfrei sind. Christen für Tiere hat ein leckeres Rezept für Buchweizenküchlein vorbereitet, das auch jeden Fleischesser überzeugen wird.

Osterfeuer – die unterschätzte Gefahr

Für Tiere sind Osterfeuer kein Spaß, sondern können sogar lebensgefährlich sein. Hase, Igel und Co. nutzen die Holzhaufen gerne, um Unterschlupf zu finden. So besteht die Gefahr, dass die Tiere nach dem Entzünden des Feuers nicht mehr entkommen können. Deshalb rät PETA dazu, keine Osterfeuer zu veranstalten und das gesellige Beisammensein so wirklich tierfreundlich zu gestalten. Sollte bereits ein Osterfeuer geplant sein, muss der Holzhaufen unbedingt wenige Minuten vor dem Anzünden umgeschichtet werden. Außerdem sollte das Feuer immer nur von einer Seite abgebrannt werden, damit Tiere ggf. fliehen können.
 
Hühner sind faszinierende und äußerst sensible Lebewesen. Sie zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten und ihre kognitiven Fähigkeiten übersteigen in manchen Bereichen die von Menschenaffen oder Kleinkindern. Auch Kühe und Schafe weisen nicht nur eine ausgeprägte Persönlichkeit auf, sondern verfügen auch über zahlreiche Emotionen. Tierverhaltensforscher haben herausgefunden, dass beispielsweise Kühe komplexe soziale Beziehungen eingehen und sich über die Zukunft Sorgen machen können. Außerdem haben sie ein Langzeitgedächtnis, was sich daran zeigt, dass sie ihren Nachwuchs auch nach Jahren der Trennung wiedererkennen.
 

Das neue Christen-für-Tiere-Motiv: Wer Hilflosen beisteht, ehrt Gott. / © PETA
 
Das druckfähige Motiv finden Sie hier zum Download.
 
Weitere Informationen:
Christen-für-Tiere.de
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de