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Mönchengladbach: Achtzehn Königspythons ausgesetzt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Stand Juli 2017
Mönchengladbach / Stuttgart 5. Juli 2017 – Tierquäler gesucht: Am Dienstagmorgen fanden Mitarbeiter eines Abfallentsorgungsdienstes vor einem Papiercontainer Am alten Friedhof in Mönchengladbach-Giesenkirchen eine Styroporbox, in der sich achtzehn Königspythons befanden. Die alarmierte Feuerwehr brachte die Tiere zu einem Schlangenexperten. Zwei der Pythons waren mangelernährt. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Sollte der ehemalige Schlangenhalter die Tiere ausgesetzt haben, hat er sich strafbar gemacht. Um den Täter zu ermitteln, bietet die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen. Zeugen, die Informationen zu der Tat beisteuern können oder Hinweise zur Herkunft der exotischen Schlangen haben, wenden sich an die Polizei oder können sich telefonisch unter 01520 73 733 41 und per E-Mail bei PETA melden – auch anonym.

„Bitte helfen Sie mit, diese Tat aufzuklären“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Immer wieder werden Tiere von verantwortungslosen Menschen wie Wegwerfware behandelt. Häufig sind es Reptilien, deren Halter sich nicht ausreichend mit den Bedürfnissen der anspruchsvollen Lebewesen auseinandergesetzt haben, so dass ihnen dann Aufwand, Kosten und – im wahrsten Sinne – die Tiere selbst über den Kopf wachsen.“

PETA fordert ein generelles Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten. Eine artgerechte Haltung von Reptilien ist in Gefangenschaft nicht möglich. Zudem ist die Versorgung nicht nur extrem kostspielig, sie erfordert auch ein umfangreiches Wissen. Ein Großteil der in Deutschland gehaltenen Exoten stirbt frühzeitig, weil die Tiere nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden.
 
Eine international übergreifende PETA-Recherche offenbarte erstmals Einblicke in den skrupellosen Handel mit Reptilien, die für den deutschen Heimtiermarkt bestimmt sind. Ermittler der Tierrechtsorganisation dokumentierten massenhaft tote, verletzte oder jahrelang in Plastikboxen eingesperrte Tiere bei deutschen Großhändlern und deren internationalen Zulieferern. Sterberaten von bis zu 70 % werden im Handel bereits einkalkuliert. (1)
Auf Börsen werden die „Exoten“ wie Ramschware verhökert und häufig in kleinen Plastikboxen oder strukturlosen Glaskästen an jeden Interessenten verkauft. Außerdem können die Exoten zur Gefahr für Menschen werden, da sie häufig Salmonellen in sich tragen.
 
PETA weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren verboten ist und einen Straftatbestand darstellt – das gilt ebenso für die nicht artgerechte Unterbringung und Versorgung, sowie die bewusste Unterlassung notwendiger Hilfeleistung. Wer ein Tier findet und nicht sachkundig ist, sollte es nicht anfassen und umgehend die Polizei, Feuerwehr oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren.
 
(1) Toland, Elaine/Warwick, Clifford/ Arena, Phillip: Pet Hate, in: The Biologist, Vol. 59 No. 3, 2012.

Weitere Informationen:
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Reptilien
PETA.de/Reptilienchronik
PETA.de/Salmonellen
PETA.de/Terraristika
PETA.de/Reptilienhandel

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de