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Münsteraner Landwirt lässt Tiere verwahrlosen - Tierfreunde und Veterinäramt greifen ein

 
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PETA: Jeder Hinweis kann Tierleben retten

Stand Juni 2012
Münster-Wolbeck / Gerlingen, 21. Juni 2012 – Nachdem Tierfreunde PETA Deutschland e.V. auf eine tierquälerische Haltung von Ponys, Katzen, Kaninchen, Schafen und Hühnern im nordrhein-westfälischen Münster aufmerksam gemacht hatten und die Tierrechtsorganisation das zuständige Veterinäramt darüber in Kenntnis gesetzt hatte, bestätigte die Behörde die Einleitung entsprechender Schritte. Der 78-jährige Landwirt konnte seine auf engstem Raum eingepferchten und teilweise mit Stacheldraht umzäunten Tiere, darunter Ponys mit langen Hufen und abgemagerte Katzen, nicht mehr alleine versorgen – einige von ihnen waren krankheitsbedingt nicht einmal in der Lage, eigenständig aufzustehen. Nach einem Beinbruch des Halters verschlechterte sich die Situation für die Tiere, denen selbst eine Grundversorgung wie Nahrung und Wasser vorenthalten wurde und rief zugleich fürsorgliche Nachbarn auf den Plan, die sich nun um die Tiere kümmern – ein herbeigeholter Hufschmied nahm sich der Hufe an. Mit Hinblick auf den positiven Ausgang des Falls bedankt sich PETA bei den tierlieben Helfern sowie dem Veterinäramt und ermutigt alle Menschen dazu, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren den zuständigen Behörden umgehend zu melden – gerne auch der Organisation, sollte keine Hilfe gewährt werden. Zahllosen Tieren kann auf diese Weise das Leben gerettet werden.

„Eine einzige Person kann sich niemals um so viele Tiere allein kümmern, schon gar nicht in diesem Alter“, sagt Kathrin Schmid, Recherche-Koordinatorin bei PETA. „Wenn man Verantwortung für Schwächere trägt, muss man sich bei Überforderung Hilfe holen. Tiere zu vernachlässigen und somit leiden zu lassen, ist Tierquälerei.“

Meldungen über Missstände wie diesen erhält PETA beinahe täglich. Sollten auch Sie Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, gilt Folgendes zu beachten: Finden Sie als Erstes die Adresse und Telefonnummer der in Ihrer Stadt für den Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus und bitten Sie diese um Mithilfe. Legen Sie den Zuständigen eine präzise, schriftliche Aussage darüber vor, was Sie gesehen haben – falls möglich, legen Sie auch Fotos bei. Machen Sie sich immer genaue Notizen zu den Kontaktpersonen und zum Gesprächsverlauf. Geben Sie niemals ein Schreiben oder Dokument weiter, ohne eine Kopie für die eigenen Akten angefertigt zu haben. Bringen Sie immer zum Ausdruck, dass Sie auf die konsequente Verfolgung des Falls bestehen. Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, wenden Sie sich mit dem Anliegen an deren Vorgesetzte.

Falls Sie persönlich Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren waren, können Sie sich auch an Ihre örtliche Polizeistation wenden und direkt Anzeige gegen die betreffenden Tierquäler erstatten.

 

Bild 1: Langer, ausgebrochener, ungepflegter Pferdehuf / © PETA - Bild 2: Stacheldrahtzaun: In der Pferdehaltung verboten / © PETA

Die Bilder sind auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:
www.peta.de/brackenheim
www.peta.de/hartenholm
www.peta.de/web/emslandpferde.4745.html
www.peta.de/web/wenn_sie_zeuge.989.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de