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Mutter und Kind nach Geburt getrennt: PETA veröffentlicht Milchspot zum Weltvegantag

 
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Tierrechtsorganisation lädt zur kostenlosen Teilnahme am Programm „VeganStart“ ein

Stand Oktober 2014
Stuttgart, 31. Oktober 2014 – Voller Stolz hält eine Mutter auf einer Entbindungsstation ihr Neugeborenes im Arm. Plötzlich betritt ein Mann das Zimmer, entreißt der entsetzten Frau das Kind und verschwindet, während sie sich verzweifelt gegen die Ketten an ihren Armen wehrt, die sie zurückhalten. Anlässlich des Weltvegantages am 1. November 2014 veröffentlicht PETA Deutschland e.V. einen berührenden 40-Sekunden-Spot zum Thema Milch – er zeigt das Drama, das sich in ähnlicher Form Tag für Tag tausendfach für Kühe und ihre Kinder abspielt. Denn in der Milchindustrie werden Kälber innerhalb weniger Stunden oder Tage nach der Geburt von ihren Müttern getrennt, damit der menschliche Konsument die für Kuhkinder bestimmte Milch trinken kann. Mit dem aktuellen Kurzvideo macht die Tierrechtsorganisation auf das immense Leid aufmerksam, das hinter der Produktion und dem Konsum von Milchprodukten steckt. Gleichzeitig lädt PETA alle Interessierten zur kostenlosen und unverbindlichen Teilnahme am 30-Tage-Programm VeganStart ein.
 
„Der neue PETA-Spot macht die Verzweiflung jeder Mutter deutlich, der man ihr Kind entreißt. Kühe sind empfindsame Tiere, die eine sehr starke Bindung zu ihrem Nachwuchs aufbauen“, so Dr. Edmund Haferbeck, Agrarwissenschaftler und Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA Deutschland e.V. „Kuh und Kalb schreien nach der Trennung durch den Landwirt oft tagelang nacheinander.“
 
Nachdem die Kälber ihren Müttern weggenommen wurden, müssen sie die erste Zeit ihrer Kindheit meist einzeln in sogenannten Kälberiglus verbringen. Sind die Tiere weiblich, steht ihnen zumeist ein Leben als „Milchkuh“ bevor. Männliche Kälber werden nach einem kurzen und entbehrungsreichen Leben im Schlachthaus getötet.
 
Auch in Biobetrieben sind die Trennung von Mutter und Kind und die Tötung männlicher Kälbchen gängige Praxis. Nicht selten bringen Landwirte die männlichen Kälber – entgegen dem Tierschutzgesetz – direkt nach der Geburt um, da sich eine Aufzucht finanziell nicht lohnt. In der Milchproduktion eingesetzte Kühe erreichen in der Regel nicht annähernd ihre natürliche Lebenserwartung von über 20 Jahren. Durch die unnatürlich hohe Milchleistung von bis zu 50 Litern am Tag und die nicht artgerechten Haltungsbedingungen leiden viele Kühe an Stoffwechselerkrankungen oder Unfruchtbarkeit und ihre Milchleistung lässt nach. Somit für den Landwirt unrentabel geworden, folgt mit etwa fünf Jahren die Tötung im Schlachthaus. Nicht selten sind Kühe zu diesem Zeitpunkt schwanger – für das ungeborene Kalb bedeutet dies den qualvollen Erstickungstod während seine Mutter ausblutet.
 
Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem VeganStart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sie bewahren auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
 
Der Weltvegantag wurde 1994 anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Vegan Society zum ersten Mal ausgerufen und soll den Menschen zeigen, wie vielfältig, schmackhaft und gesund eine vegane Lebensweise ist.
 

Weitere Informationen:
PETA.de/Weltvegantag2014
Veganstart.de
PETA.de/Milch
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 - 860 591 529, JanaF@peta.de