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Nach Beißvorfall in München: PETA fordert die Einführung eines „Hundeführerscheins“ für Hundehalter / Leinenzwang ist keine tierfreundliche Lösung

 
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Nachweis kann Unfälle verhindern und ermöglicht Hunden ein tiergerechteres Leben

Stand Juli 2012
München / Gerlingen, 18. Juli 2012 – Nachdem Anfang Juni ein zweijähriges Mädchen im Münchner Stadtteil Harlaching von einem Hund angefallen und ins Gesicht gebissen wurde, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erneut die Einführung eines allgemeinen „Hundeführerscheins“ auf Landesebene, der Beißvorfälle wie diesen verhindert. Bei diesem wird durch einen Theoriekurs und ein Praxisseminar sichergestellt, dass potenzielle Hundehalter umsichtig und tiergerecht mit Hunden umgehen können, was auch beinhaltet, dass bei einem Zusammentreffen mit Hunden und Kindern immer Vorsicht geboten ist und kleine Kinder nie unbeaufsichtigt mit Hunden zurückgelassen werden sollten. Mit Blick auf den Vorfall weist PETA auch darauf hin, dass dieses tierfreundliche Konzept – anders als der Leinenzwang – die Bedürfnisse der Tiere berücksichtigt.

„Der Leinenzwang setzt am falschen Ende an, denn nicht der Hund muss eingeschränkt, sondern der Halter in die Pflicht genommen werden, seinen Hund tiergerecht zu halten sowie sachkundig und vor allem gewaltlos zu erziehen“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Menschen müssen den Umgang mit Hunden lernen und ein Basiswissen vorweisen, bevor sie einen Hund aufnehmen. Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden – unabhängig davon, ob es sich im einen Schäferhund, einen Dackel oder einen Mischling handelt.“

In der Schweiz sind alle Hundehalter bereits seit September 2008 zu einem Sachkundenachweis verpflichtet. Niedersachsen wird als erstes Bundesland in Deutschland 2013 einen allgemeinen „Hundeführerschein“ einführen. In Bayern, wo sich der jüngste Beißvorfall ereignete, wird nur die Haltung von als gefährlich eingestuften Hunden gesondert geregelt. PETA weist darauf hin, dass die Festlegungen der „Listenhunde“, zu denen der Labrador nicht zählt, auf willkürlichen Annahmen basieren.

Die Einführung von verpflichtenden Kursen wird zudem Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema Hundehaltung auseinandergesetzt haben, von der Aufnahme eines Hundes abrücken lassen. Jedes Jahr landen 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen, darunter sehr viele, die unüberlegt „angeschafft“ wurden.

Weitere Informationen:
www.peta.de/hundefuehrerschein
www.peta.de/silkewechsung
www.peta.de/haustiere

Kontakt:
Bartek Langer 07156 17828-27, BartekL@peta.de