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Nach Beißvorfall in Triptis: PETA fordert die Einführung eines „Hundeführerscheins“ für Hundehalter

Nachweis kann Unfälle verhindern und ermöglicht Hunden ein tiergerechteres Leben

Stand November 2012
Triptis (Saale-Orla-Kreis) / Gerlingen, 6. November 2012 – Nachdem am gestrigen Montagnachmittag im thüringischen Triptis eine 55-jährige Frau von einem Hund angefallen und schwer verletzt wurde, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erneut die Einführung eines „Hundeführerscheins“, der Beißvorfälle verhindern soll. Dieser besteht aus einem Theoriekurs, bei dem vor der Aufnahme des Hundes das notwendige Fachwissen erworben wird, und einem anschließenden Praxisseminar in einer Hundeschule, an dem sowohl der Halter als auch sein Hund teilnehmen. Dieses Konzept stellt sicher, dass potenzielle Hundehalter gewissenhaft und tiergerecht mit ihrem Tier umgehen.

„Noch bevor Menschen einen Hund aufnehmen, müssen sie den sachgemäßen Umgang mit ihm lernen und vorweisen“, sagt Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Ein ‚Hundeführerschein‘ würde notwendiges Basiswissen vermitteln, wie etwa, dass bei einem Zusammentreffen von Hunden und kleinen Kindern immer Vorsicht geboten sein muss und dass gerade kleine Kinder nie unbeaufsichtigt mit Hunden zurückgelassen werden sollten. Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden – unabhängig davon, ob es ein Schäferhund, ein Dackel oder ein Mischling ist.“

In der Schweiz sind alle Hundehalter bereits seit September 2008 zu einem Sachkundenachweis verpflichtet. Niedersachsen wird als erstes Bundesland in Deutschland 2013 einen allgemeinen „Hundeführerschein“ einführen. In Thüringen, wo sich der jüngste Beißvorall ereignete, ist ein Sachkundenachweis nur für als gefährlich eingestufte Rassen erforderlich. PETA weist jedoch darauf hin, dass die Festlegungen der „Listenhunde“ auf willkürlichen Annahmen basieren.

Die Einführung von verpflichtenden Kursen wird zudem Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema Hundehaltung auseinandergesetzt haben, von einem Kauf abrücken lassen. Jedes Jahr landen 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen, darunter sehr viele, die unüberlegt „angeschafft“ wurden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Hundefuehrerschein
PETA.de/SilkeWechsung
PETA.de/Haustiere

Kontakt:
Bartek Langer 07156 17828-27, BartekL@peta.de