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Nach neuer Recherche: PETA fordert Kameras in allen deutschen Schlachthöfen

 
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Beweisaufnahmen der Tierrechtsorganisation decken regelmäßig schwere Missstände auf

Stand August 2014
Stuttgart, 5. August 2014 – Was hinter verschlossenen Türen passiert: Im Rahmen verdeckter Ermittlungen dokumentiert PETA Deutschland e.V. regelmäßig grobe Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in Schlachthöfen und Tiermastbetrieben. So veröffentlichte die Tierrechtsorganisation beispielsweise jüngst Videomaterial, das erschütternde Szenen in einem Schlachthof der Emil Färber GmbH & Co. KG im baden-württembergischen Schefflenz zeigt. Arbeiter des Betriebes treiben angstvoll quiekende Schweine in den Schlachtraum, wo die Tiere offensichtlich nicht immer fachgerecht betäubt werden, bevor ihnen der Entblutungsschnitt an der Kehle gesetzt wird. Auch bei einer Razzia im VION-Schlachthof Bad Bramstedt wurden massive Tierschutzverstöße dokumentiert: bei vielen Rindern war eine Nachbetäubung nötig, da sie zum Zeitpunkt der Tötung wieder bei Bewusstsein waren. Die Überwachung durch den Amtstierarzt reichte augenscheinlich nicht aus, um derartige Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu unterbinden. Um dieses und ähnliches Tierleid zu verhindern, fordert PETA von den Betreibern aller deutschen Schlachthäuser die verpflichtende Installation von Kameras. 
 
„Jeder weiß, dass in Schlachthäusern Tiere getötet werden. Aber die Menschen verschließen die Augen davor, wie das geschieht. Schlachtung bedeutet, sich in Qualen windende Schweine und panisch zuckende, an einem Bein aufgehängte Rinder“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Wir fordern, diese Anonymität aufzuheben, damit die Verbraucher sehen, was hinter den geschlossenen Türen passiert. Kameras könnten zumindest Gesetzesverstöße verhindern.“
 
Etwa eine Milliarde Tiere werden jedes Jahr in deutschen Schlachthöfen getötet. Laut Bundesregierung sind dabei etwa zehn Prozent der Rinder, also 350.000 jährlich, nicht richtig betäubt und erleben den Stich in die Kehle mit anschließendem Ausbluten bei nahezu vollem Bewusstsein. Zudem werden etwa sechs Millionen Schweine pro Jahr ohne ausreichende Betäubung getötet und zeigen teilweise noch Lebenszeichen, wenn sie in das über 100 Grad heiße Brühbad kommen. Tiere aus ökologischer Haltung sind von den Missständen ebenso betroffen wie Tiere aus konventionellen Betrieben, da sie meist in denselben Schlachthöfen getötet werden.
 
PETA weist darauf hin, dass es unnötig ist, Tiere für die menschliche Ernährung zu töten. Jedes tierische Produkt, das gekauft wird, unterstützt Tierquälerei. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sondern jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.


Das Video zur PETA-Recherche:
Hier klicken
 
Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Fleisch-aus-der-Region
PETA.de/Schlachthof_Ba_Wü
PETA.de/Vion
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de