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Nach PETA-Strafanzeige: 400 Euro Geldbuße für Wattenmeer-Fischkutter

Crew ließ Fische als „Beifang“ sterben

Stand Februar 2013
Neuharlingersiel (Landkreis Wittmund) / Gerlingen, 5. Februar 2013 – Richtungsweisende Geldbuße: Weil er beim Krabbenfischen mitgefangene Fische langsam an Bord ersticken ließ, muss der Kapitän eines Touristenkutters 400 Euro Geldbuße zahlen – im Gegenzug wird das Strafverfahren gegen ihn eingestellt. Ermittler der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. konnten im August 2012 den tierquälerischen Umgang des Mannes mit dem „Beifang“ dokumentieren und erstatteten anschließend Strafanzeige. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutzschlachtverordnung. Lebende Fische dürfen ausschließlich im Wasser aufbewahrt werden. Mit Hinblick auf diesen Fall plant PETA weitere Recherchen auf deutschen Fischkuttern.

„Die Geldbuße ist richtungsweisend. Die Staatsanwaltschaft Aurich hat festgestellt, dass in einem Wiederholungsfall nicht mehr mit einer Einstellung des Verfahrens zu rechnen ist“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Fische können zwar nicht wie wir Menschen schreien, doch sie zeigen eindeutige Reaktionen auf Schmerzen.“

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Fische und andere Meeresbewohner, genau wie Menschen, Schmerzen, Stress und Angst empfinden. Während Professor Hoffmann von der Tierärztlichen Fakultät an der Universität München vor Gericht den wissenschaftlichen Nachweis erbrachte, dass Fische leiden, bestätigte Dr. Fricke vom Max-Planck-Institut in Seewiesen, dass Fische ebenso intelligent sind wie viele Affenarten.

Weder Fische, Krabben noch andere Tiere gehören auf den Teller. Mit PETAs Vegan-Probeabo gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.

Weitere Informationen:
Fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de