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Nach PETA-Strafanzeige: Notorische „Animal Hoarderin“ gibt Tierhaltung auf

Stand Februar 2013
Liebenwalde / Gerlingen, 13. Februar 2013 – Völlig überfordert zeigte sich eine Tierhalterin aus Liebenwalde. Trotz eines offenbar 2006 verhängten Tierhaltungsverbots und eines zusätzlich angeordneten Tierbetreuungsverbots im Jahr 2007 hielt die Frau nach Zeugenaussagen Ende 2012 rund 20 Hunde, acht Hundewelpen, einige Katzen, Gänse, Enten, Puten, Meerschweinchen und Vögel. Insbesondere die Hunde zeigten sich in einem sehr schlechten Allgemeinzustand. Sie waren unterernährt, litten unter Flohbefall und Hautekzemen. Nach einer Strafanzeige durch die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin Anfang Januar hat die Liebenwaldenerin ihre Tierhaltung laut Informanten-Meldung nun aufgegeben.

„Wir freuen uns sehr über den Erfolg“, so Dr. Davina Bruhn, Rechtsanwältin bei PETA Deutschland. „Weil aufmerksame Tierfreunde die Augen aufgehalten haben, konnte den Tieren geholfen werden.“

„Animal Hoarding“ steht für ein Krankheitsbild, bei dem Menschen eine große Anzahl von Tieren halten, sie aber nicht adäquat versorgen. Durch überfüllte und verdreckte Verhältnisse werden Parasiten, Atemwegsinfektionen, Staupe und andere Krankheiten schnell verbreitet. In der Regel erhalten die Tiere keine tierärztliche Versorgung, einschließlich der Sterilisation oder Kastration. „Animal Hoarder“ sind sich nicht bewusst, dass ihre Tiere leiden.

Meldungen über Missstände erhält PETA beinahe täglich. Für Menschen, die Zeuge von schlechten Tierhaltungsbedingungen werden, hat die Organisation hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Weitere Informationen:
PETA.de/Haustiere

Kontakt:
Judith Stich, 030 68326660-4, JudithS@peta.de