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Nach Rettungsaktion im Klauensee – PETA fordert Verbot von Reptilien in Privathaushalten

 
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Stand Juli 2012
Schwandorf / Gerlingen, 27. Juli 2012 – Nachdem sich das angebliche Krokodil im Klausensee bei Schwandorf, das die Behörden tagelang in Atem hielt, nun als eine Echse entpuppte, fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. abermals ein Verbot der Privathaltung von Wildtieren wie Reptilien und Amphibien. Mit Hinblick auf den Fall weist die Organisation darauf hin, dass gerade im Sommer viele Reptilien ausgesetzt werden oder auch selbst aus ungesicherten Terrarien ausbrechen, da sich ihre Körpertemperatur und der Lebensrhythmus nach der Umgebungstemperatur richten. Für die Kosten, die mit aufwendigen Suchaktionen einhergehen, muss üblicherweise der Steuerzahler aufkommen.

„Bartagamen sind absolute Modetiere und werden als pflegeleichte Reptilien angepriesen“, so Nadja Kutscher, Kampagnenleiterin bei PETA. „Viele von ihnen sterben frühzeitig an falscher Haltung oder Fütterung. Insbesondere im Sommer entwischen die Tiere oder werden ausgesetzt. Damit Vorfälle wie dieser sich nicht wiederholen, die erhebliche Kosten für die Steuerzahler verursachen, drängen wir auf ein Verbot der Privathaltung von Reptilien und Amphibien.“

Insbesondere im Frühling und Sommer werden zahlreiche exotische Tiere ausgesetzt, darunter Schlangen, Echsen, Skorpione und Spinnen. Zurzeit sind es vor allem „Modetiere“, die auf Messen günstig verkauft werden. PETA macht darauf aufmerksam, dass das Aussetzen von Tieren nach Tierschutzgesetz §3 verboten ist. Wer ein Tier findet und nicht sachkundig ist, sollte es nicht anfassen und umgehend die Polizei oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren. Denn in Deutschland werden auch tausende gefährliche Giftschlangen und große Würgeschlangen gehalten, die eine ernst zu nehmende Gefahr für den Menschen darstellen.

Seit Jahren schon fordert PETA ein Verbot der Haltung von Reptilien in Privathaushalten und einen Einfuhrstopp von Wildtieren. Die Organisation weist darauf hin, dass die Haltung von sensiblen exotischen Tieren in Privathaushalten niemals artgerecht erfolgen kann. Zudem setzt eine solche Haltung hohes Fachwissen voraus und überschreitet schnell die Kompetenz der Tierhalter.

PETA ruft dazu auf, keine exotischen Tiere zu kaufen und damit nicht die teils katastrophalen Zucht- und Haltungsbedingungen zu fördern. Wer sich wirklich gut auskennt und sich über den enormen Zeit- und Geldaufwand der Haltung bewusst ist, sollte ein Tierheim oder eine Reptilienauffangstation besuchen.

Weitere Informationen:
PETA.de/web/home.cfm?p=4829
PETA.terraristika-info.de
PETA.de/exotenboersen

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de