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Nach schwerem Pferdekutschenunfall in Bielefeld – PETA fordert Pferdekutschenverbot von Oberbürgermeister Clausen

Stand Dezember 2012
Bielefeld / Gerlingen, 10. Dezember 2012 – Nach dem Pferdekutschenunfall beim Weihnachtsmarkt in Bielefeld-Theesen, bei dem am vergangenen Samstag eine 41-jährige Frau und ihr dreijähriger Sohn schwer verletzt wurden, hat sich die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun an Oberbürgermeister Pit Clausen mit der Bitte nach einem Verbot von Pferdekutschen in Bielefeld gewandt – zum Schutz von Mensch und Tier. Medienberichten zufolge ging das Pferd aus unbekannten Gründen durch und rannte los. Dabei wurde die 41-Jährige von dem Hinterrad der Kutsche überrollt. Mutter und Kind mussten im Krankenhaus behandelt werden. PETA warnt eindringlich vor Fahrten mit Pferdekutschen: 2012 gab es deutschlandweit bereits über 30 Unfälle mit Pferdekutschen, bei denen jeweils Menschen verletzt oder sogar getötet wurden – ein neuer Negativrekord.

„Die Risiken bei Kutschfahrten sind unkontrollierbar, deshalb setzen wir uns für ein Verbot von Pferdekutschen als Beförderungsmittel ein“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Kampagnenleiter bei PETA. „Pferde sind Fluchttiere. Sie erschrecken im Straßenverkehr sehr leicht und das kann rasch zu Unfällen führen, bei denen Menschen und Pferde schwer verletzt werden oder sterben. Pferden, die Kutschen ziehen, wird zudem jede natürliche Lebensweise abgesprochen. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist daher ein Verbot von Kutschfahrten.“

In Rothenburg ob der Tauber wurde bereits im August 2010 das Pferdekutschenverbot vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt.

PETA hat die Pferdekutschenunfälle aus den vergangenen drei Jahren in einer chronologischen Übersicht zusammengetragen.

Pferdekutschenunfälle fordern immer wieder Opfer bei Mensch und Tier / © 112-magazin.de

Weitere Informationen:
PETA.de/Pferdekutschen

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de