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Nach Tiertransporter-Unfall: Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 2.500 Euro Geldstrafe verurteilt

 
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PETA fordert grundsätzliche strafrechtliche Verfolgung von Tierschutzvergehen bei Unglücken von Tiertransportern

Stand August 2014
Bad Hersfeld / Stuttgart, 26. August 2014 – 40 tote Kälber, keine Konsequenzen: Nachdem Paul O., Fahrer eines in Lingen ansässigen Viehhandelsunternehmens, im September 2013 auf der A7 bei Niederaula mit seinem Gefährt verunglückte, starben 40 der über 200 auf dem LKW untergebrachten nur 14 Tage alten Kälber. Gleichzeitig wurde ein Bauarbeiter schwer verletzt. Gestern nun musste sich Paul O. vor dem Amtsgericht Bad Hersfeld wegen fahrlässiger Körperverletzung des Straßenarbeiters verantworten. Er wurde zu 50 Tagessätzen à 50 Euro verurteilt. PETA Deutschland e.V. hatte im September letzten Jahres wegen Tierquälerei und des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr bei der Staatsanwaltschaft Fulda Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Tiertransportes erstattet – die Anzeige wurde eingestellt. Die Tierrechtsorganisation fordert nun, Tiertransportunternehmen bei Unfällen mit Todesfolge grundsätzlich wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, die Tierschutztransportverordnung, die Tierschutzschlachtverordnung und wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr strafrechtlich zu verfolgen.
 
„Dass der Tod von 40 Tieren strafrechtlich keine Rolle spielt ist ein Skandal“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung von PETA Deutschland e.V. „In diesem Fall haben Staatsanwaltschaft und Gericht in der Verhandlung auch das Leid der Tiere angesprochen, eine Sensibilität für das Thema ist also vorhanden. Jetzt muss endlich eine rechtliche Grundlage geschaffen werden, damit die Strafverfolgung nach Unfällen mit Tiertransportern einfacher wird.“
 
Immer wieder verunglücken Tiertransporter auf deutschen Straßen – mit verheerenden Folgen. In der Verantwortung: in der Regel die zuständigen Transportunternehmen. Die Erfahrung zeigt, dass viele Unternehmen und Fahrer tierschutzrechtliche bzw. verkehrsrelevante Regeln und die Pflichten nicht einhalten. So sind Fahrzeuge oft in einem schlechten Zustand und viele der Fahrer jung, unerfahren oder durch die Überschreitung von Lenkzeiten übermüdet.
 
Wer Tierleid konsequent vermeiden möchte, sollte kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm von PETA gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Jedes Jahr werden in Deutschland über eine Milliarde Tiere für die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion getötet.
 

Weitere Informationen:
GoVeggie.de
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de