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Nach Tod von Sandtigerhai im Stralsunder Ozeaneum: PETA kritisiert Import aus Kiew und fordert Auslaufen der Haihaltung

 
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Stand März 2013
Stralsund / Gerlingen, 4. März 2013 – Nur zwei Wochen nach Ankunft ist ein Sandtigerhai im Stralsunder Ozeaneum gestorben. Der 110 Kilogramm schwere „Valentin“ wurde aus einem Einkaufszentrum in Kiew nach Deutschland importiert, weil ihm „bessere“ Lebensbedingungen geboten werden sollten. Doch der Hai verweigerte die Nahrung. Den Verantwortlichen zufolge litt das Tier an einer Magen-Darm-Infektion und einem Leberschaden – die Obduktion ergab, dass die Entzündung durch eine Angelschnur im Darm ausgelöst worden war. PETA Deutschland e.V. übt nun Kritik an der Überführung, die mit enormem Stress für den Hai verbunden war. So wurde das Tier bei seiner Ankunft in Stralsund von einem Kran auf die Dachterrasse des Meeresmuseums gehoben und von elf Mitarbeitern in sein neues „Zuhause“ gesetzt. Die Tierrechtsorganisation fordert die Geschäftsführung des Ozeaneums nun auf, die Haltung dieser Fischart wie auch aller anderen einzustellen. Das Leben in Gefangenschaft kann den Bedürfnissen von Sandtigerhaien niemals gerecht werden.

„‘Valentin‘ machte im Ozeaneum nicht nur die verschluckte Angelschnur zu schaffen. Das Tier litt sicherlich auch an den Folgen des stressigen Transports und der Enge im Becken“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA „Ein Meeresmuseum sollte es sich zur Aufgabe machen, für das Leben im Meer Sorge zu tragen, statt Meerestiere zu importieren.“

Sandtigerhaie erreichen eine Länge von bis zu drei Metern. Vom Menschen stark bejagt, wurde die Haiart bereits 1974 unter gesetzlichen Schutz gestellt. Heute wird sie von der Weltnaturschutzunion (IUCN) in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet als „im Fortbestand gefährdet“ eingestuft. Sandtigerhaie leben vor allem im westlichen Atlantik, im Golf von Maine im Norden der USA, im Golf von Mexiko, im Karibischen Meer sowie in Patagonien im Süden Argentiniens. Obwohl die Haiart in Verruf geraten ist, konnten bislang keine Angriffe auf Menschen nachgewiesen werden. Aufgrund der Ähnlichkeit wird der Sandtigerhai häufig mit dem für Menschen gefährlichen Tigerhai verwechselt.

 

Weitere Informationen:
www.fischen-tut-weh.de
PETA.de/Web/Fische_in.140.html

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de