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Nach Verkaufsbekundung der EnBW: PETA zeigt Kaufinteresse an Steinbachsee und Katzenbachsee

 
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Beide Gewässer könnten bald Fischrefugien werden

Stand Oktober 2016
Stuttgart, 20. Oktober 2016 Vom Angelteich zum Fischrefugium: Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG will sich von den zwei großen Gewässern Steinbachsee und Katzenbachsee im Vaihinger Glemswald trennen. Ursprünglich dienten die Seen der Trinkwasserversorgung, mittlerweile werden sie von zwei Fischereivereinen genutzt. Nun hat PETA ihr Kaufinteresse an den Seen bekundet und die Geschäftsführer der Netze BW GmbH – Dr. Christoph Müller. Dr. Martin Konermann und Bodo Moray – um ein Angebot gebeten. Die Tierrechtsorganisation möchte in dem Waldgebiet zwei Fischrefugien einrichten, in denen Angeln und Fischerei verboten sind.
 
„In Stuttgart gibt es keine Seen, in denen Fische friedlich schwimmen, spielen oder sich in Ruhe um ihren Nachwuchs kümmern können. Mit dem Kauf der beiden Gewässer und der Umwandlung in Fischrefugien möchten wir den Tieren Zufluchtsorte bieten, an denen niemand sie mit Ködern in Fallen lockt und ihnen Haken durch den Mund bohrt. Einen Platz, an dem sie nicht an der Angel aus dem Wasser gezogen und oft noch bei Bewusstsein aufgeschnitten und ausgenommen werden“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA.
 
Berichten der Stuttgarter Zeitung zufolge betrachtet die Netze BW die beiden künstlichen Speicherbecken bei Vaihingen als Belastung. Obgleich der Verkauf noch nicht ausgeschrieben ist, gibt es neben PETA bereits weitere Kaufinteressenten, darunter der derzeitige Pächter: der Württembergische Angelverein. Einen Verkaufspreis wollte der EnBW-Sprecher Hans-Jörg Groscurth noch nicht nennen.  
 
Fische sind neugierige und freundliche Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben, kommunizieren auf vielfältige Weise und schließen Freundschaften. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Fische
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de