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Nach Veröffentlichung von Studie zur „Ringelschwanzprämie“: CDU erklärt Vorstoß von Landwirtschaftsminister Meyer zum Fiasko

 
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PETA macht Haltungsbedingungen verantwortlich für schlechte Quote

Stand März 2015
Stuttgart, 12. März 2015 – Systemimmanente Quälerei in der Schweinehaltung: Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) hat im vergangenen Jahr die sogenannte Ringelschwanzprämie ins Leben gerufen. Damit sollen Landwirte zukünftig eine Sondervergütung erhalten, wenn sie auf die trotz EU-weitem Verbot gängige Praxis des Schwanzabschneidens bei Ferkeln verzichten. Die Tierärztliche Hochschule Hannover führte daraufhin eine Studie zum Verzicht auf das Schwänzekupieren bei Schweinen durch und stellte die Ergebnisse heute im Landwirtschaftsausschuss vor: In den 15 Versuchsdurchgängen gelang es anscheinend nur einmal, mindestens 70 Prozent der Tiere mit einem unversehrten Ringelschwanz zum Schlachthof zu liefern. Prompt reagierte die CDU auf das Studienresultat und erklärte den gesamten Vorstoß von Christian Meyer als gescheitert. PETA Deutschland e.V. weist darauf hin, dass die sogenannte Ringelschwanzprämie ihren Sinn verfehlt, da die Tiere weiter in denselben oder marginal besseren Haltungssystemen gezüchtet und gemästet werden. Die Tierrechtsorganisation appelliert deshalb an die Politiker, die bio-vegane – also tierleidfreie – Landwirtschaft zu fördern.
 
„Die CDU nutzt die Studienergebnisse nun, um Meyer ‚staatlich geförderte Tierquälerei‘ vorzuwerfen“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Dabei sind hauptsächlich die Christdemokraten verantwortlich für die systemimmanente Tierquälerei in der Landwirtschaft.“
 
Experten sind sich zudem einig, dass das Problem des Schwanzbeißens nicht nur durch die nicht artgerechten Haltungsbedingungen, sondern auch durch die frühe Trennung von Mutterschwein und Ferkeln herrührt. Die Jungtiere werden schon nach circa drei Wochen von ihren Müttern getrennt und bekommen dann nicht mehr die gesunde Muttermilch, sondern energiereiches Mastfutter.

Schweine sind hochintelligente, äußerst soziale und reinliche Tiere. Sie empfinden Freude genau wie Schmerz und Leid. In der Zucht und Mast werden Schweine in engen Metallkäfigen gehalten, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können, oder werden in schmutzige Buchten mit Spaltenböden gesperrt. Das Beschäftigungsmaterial für die hochintelligenten Tiere besteht meist nur aus etwas Stroh oder Metallketten. Diese Haltungsbedingungen führen dazu, dass die Tiere sich gegenseitig verstümmeln, was sich im sogenannten Schwanzbeißen äußert. Bisher werden den wenige Tage alten Ferkeln routinemäßig die Enden ihres Ringelschwanzes abgeschnitten, um ein Herumnagen der anderen Tiere einzudämmen – dies geschieht in den allermeisten Fällen ohne Narkose.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, gegessen zu werden. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sondern jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.
 

Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Themen/Ernährung
PETA.de/Schweineleben-in-Deutschland
PETA.de/Fechter
PETA.de/Betäubungslose-Amputation-bei-Ferkeln
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de