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Nachfrage nach Häuten ist Motor für eine tödliche Industrie

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Stand Juli 2008
Jedes Mal, wenn Sie sich für den Kauf einer Lederjacke oder von Lederschuhen entscheiden, verurteilen Sie damit Tiere zu lebenslangem Leiden. Der Kauf von Leder trägt unmittelbar zum Erhalt von Intensivtierhaltung und Schlachthöfen bei, denn die Häute der Tiere sind wirtschaftlich das wichtigste Nebenprodukt der Multimilliarden-Fleischindustrie. Die überwiegende Mehrheit aller Tiere, die international ihrer Häute wegen getötet werden, erleiden die gesamte Palette des Horrors von Intensivtierhaltung in größter Beengtheit, mit schmerzhaften Verstümmelungen, Entzug, schädigenden Hormon- und Antibiotika-Injektionen und grausamer Behandlung während Transport und Schlachtung.

 

Rinder

Rindsleder stammt von Tieren, die sowohl ihres Fleisches als auch ihrer Milch wegen aufgezogen wurden. Rinder, die für die Rindfleischproduktion aufgezogen werden, verbringen den größten Teil ihres Lebens in engen Ställen. Studien belegen, dass Rancher in den USA ihre Profite dadurch maximieren, dass sie jedem männlichen Rind weniger als 2 m²
Lebensraum gewähren - das ist etwa so, als würde man 12 Rinder von ½ Tonne Körpergewicht in einem typischen amerikanischen Schlafzimmer unterbringen! Man unterzieht sie schmerzhaften Prozeduren wie Kastration, Brandmarken (was Verbrennungen dritten Grades hervorruft), Schwanzkoupieren und Enthornen – alles ohne ausreichende schmerzlindernde Mittel. Tierärztliche Versorgung praktisch gänzlich entbehrend, der Witterung ohne jeden Schutz ausgesetzt, leiden diese atmenden, denkenden, fühlenden Lebewesen, die Schmerz ebenso empfinden wie wir, ganz enorm. Anstatt sie human zu behandeln, füttert man sie konstant mit einer Mischung aus Hormonen, um sie zu mästen, und Antibiotika, um sie am Leben zu erhalten.

"Milchkühe”

Die ihrer Milch wegen aufgezogenen Kühe werden gewöhnlich in größter Beengtheit auf Betonboden in großen Hallen gehalten, in denen sie maschinell gemolken werden, was häufig zu Schnittverletzungen und Elektroschocks führt. Manche Farmer verabreichen den Kühen Wachstumshormone, die die Wahrscheinlichkeit einer Mastitis, also einer schmerzhaften Infektion des Euters, erhöhen. Man schwängert sie immer und immer wieder, nur um ihnen dann jedes einzelne ihrer Babies unmittelbar nach der Geburt zu entreißen. Es ist bekannt, dass beide, Kälbchen und Mutterkuh, die eine starke Mutterliebe verbindet, tagelang verzweifelt nacheinander schreien, wenn sie getrennt wurden. Die weiblichen Nachkommen der Kuh werden erneut in den „Milchmaschinen“-Zyklus gezwungen, die völlig verängstigten männlichen Kälbchen jedoch schafft man per LKW auf Kalbfleischfarmen, wo sie in winzigen, dunklen Boxen gehalten werden. Mutterlos und einsam, sind sie unfähig, auch nur einen einzigen Schritt in irgendeine Richtung zu machen, sich umzudrehen oder sich bequem abzulegen. Wenn es zur Schlachtung geht, sind sie häufig zu krank oder geschwächt, um noch laufen zu können.

Transport

Nach einem kurzen, trostlosen Leben werden Kühe dicht an dicht auf LKWs geladen; verwirrt und verängstigt erleiden sie Verletzungen und leiden unter frostiger Kälte und entsetzlicher Hitze, der furchtbaren Beengtheit, Hunger und Durst. Im Winter erreichen die Kühe routinemäßig den Schlachthof, festgefroren an die Seiten des Transport-LKWs, festgefroren an LKW-Böden in ihren eigenen Fäkalien und ihrem Urin, und verletzt oder tot von den Strapazen des Transportes. Häufig zusammengebrochen während des Höllentrips, erreichen viele Kühe den Schlachthof, unfähig, vom LKW herabzusteigen, werden dann mit Ketten vom Laster geschleift, ohne Rücksicht darauf, dass der Aufschlag auf dem Boden Knochenbrüche verursacht.

Schlachtung

Jahr für Jahr werden in Deutschland 4,3 Millionen Kühe in Schlachthöfen mit Bolzenschuss betäubt, kopfüber aufgehängt, ausgeblutet und gehäutet. Das Bundesgesetz für humane Schlachtung verlangt, dass Kühe durch einen mechanischen Schlag gegen den Kopf betäubt werden und so bewusstlos gemacht werden sollen, bevor man sie aufhängt, doch die Hochgeschwindigkeitsfließbänder, die nicht selten bis zu 400 Kühe pro Stunde verarbeiten, führen dazu, dass viele Kühe unzulänglich betäubt werden, und so werden Jahr für Jahr Millionen Kühe gehäutet und zerlegt, während sie noch in absoluter Panik um sich treten und schreien.

Doch Kühe sind nicht die einzigen Tiere, die ihrer Häute wegen aufgezogen werden. Millionen anderer Tiere sind ebenfalls Opfer dieses grausamen Handels.

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