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Nachhaltigkeit bei der Berlinale – PETA appelliert an Veranstalter, beim Abschluss-Dinner vegane Speisen aufzutischen

 
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Stand Februar 2012
Berlin / Gerlingen, 16. Februar 2012 – Ob Trinkwasserversorgung durch einen gemeinnützigen Verein, die Verwendung von Ökostrom oder der Ratschlag, bei der Anreise öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen – Nachhaltigkeit wird bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin großgeschrieben. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. begrüßt das Pflichtbewusstsein der Veranstalter und bittet, dies auch beim abschließenden Preisträger-Dinner zu berücksichtigen und vegane Gerichte auf die Speisekarte zu setzen. Fleischkonsum ist nicht nur maßgeblich für das furchtbare Leben der Tiere in der Intensivtierhaltung verantwortlich, sondern auch für die Umweltverschmutzung und die Verschwendung von kostbaren Ressourcen.
„Der Klimawandel ist mitunter auf den Konsum tierischer Produkte zurückzuführen“, so Sabine Weick, Ernährungswissenschaftlerin bei PETA. „Wir wissen heutzutage Bescheid, wie wir im Alltag Treibhausgase einsparen können – und das ganz einfach und ohne große Einschränkungen mit dem Umstieg auf rein pflanzliche Lebensmittel. Daher appellieren wir an den Berlinale-Direktor Dieter Kosslick, sich bei dem Abschluss-Dinner für vegane Speisen einzusetzen.“

Neben den Bereichen Verkehr und Industrie gehört die Tierwirtschaft, also die „Produktion“ und der Konsum tierischer Produkte, zu den Hauptverursachern des Klimawandels. Schon mit der Veröffentlichung des Berichtes der UN-Welternährungsorganisation „Livestock’s Long Shadow“ in 2006 wurde der folgenreiche Zusammenhang zwischen der Tierwirtschaft und dem Klimawandel deutlich. Auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) kam in einem Bericht von 2008 zu dem Schluss, dass eine pflanzliche Ernährung über 40 Prozent der Treibhausgasemissionen einsparen könnte. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) resümierte in seiner Studie aus dem Jahr 2010, dass Fleisch und Milchprodukte den Unterschied in der persönlichen Klimabilanz ausmachen. Folglich können Veganer zweifellos eine deutlich bessere Bilanz als Fleischesser vorweisen.

PETA macht darauf aufmerksam, dass jeder Verbraucher einen Teil gegen den Klimawandel leisten kann. Angesichts der vielfältigen rein pflanzlichen Alternativen, die heutzutage vorhanden sind, ist der Umstieg auf eine vegane Lebensweise einfacher denn je.

Neben zahllosen Menschen, die sich für eine rein pflanzliche Ernährung entschieden haben, unterstützen auch viele Prominente wie Rapper Thomas D oder Schauspieler Steffen Groth die Klimaschutzkampagnen von PETA. Auch Nobelpreisträger Rajendra Pachauri, Vorsitzender des Weltklimarates, ist Vegetarier – aus Klimaschutzgründen.

Wie Sie in Sachen Klimaschutz und vegane Ernährung durchstarten können, sehen Sie in PETAs kostenlosem Veggie Starter Kit, das hier bestellt werden kann.

Weitere Informationen:
www.peta.de/klimawandel

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de

Quellen:

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) 2008: BMELV-Bericht zum Klimaschutz im Bereich Land- und Forstwirtschaft

Food and Agriculture Organisation (FAO) 2006: Livestock’s Long Shadow

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) 2010: Klimaschutz durch bewusste Ernährung