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Nashorn Hulk mutmaßlich bei Circus Voyage in Berlin gestorben? – PETA fordert Aufklärung über den Verbleib des Tieres und übt scharfe Kritik an Exotenhaltung im Zirkus

Stand Dezember 2015
Berlin / Stuttgart, 29. Dezember 2015 – Vorletztes Nashorn im deutschen Zirkus verschwunden: Nach PETA Deutschland e.V. vorliegenden Informationen ist das Breitmaulnashorn Hulk des Circus Voyage, der derzeit als Weihnachtszirkus im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf gastiert, nicht mehr im Zirkus. Der Tierrechtsorganisation liegen Informationen vor, wonach das Tier gestorben sein soll.  PETA hatte den Zirkus in den letzten Jahren wiederholt für die Mitführung des Nashorns und anderer exotischer Tiere wie Giraffen, Elefanten und einem Flusspferd kritisiert, weil die Haltung und Dressur dieser Tierarten in einem Wanderzirkus nicht tiergerecht gestaltet werden kann. Die Tierrechtsorganisation fordert nun eine umfangreiche Aufklärung über den Verbleib des Tieres und  übt scharfe Kritik an der deutschen Bundesregierung – diese lässt noch immer zu, dass sensible Wildtiere in Zirkusbetrieben von Ort zu Ort gekarrt und tierschutzwidrig gehalten werden. Einzig die CDU/CSU-Bundestagsfraktion und allen voran deren Fraktionsvorsitzender Volker Kauder weigern sich noch immer, endlich ein Wildtierverbot im Zirkus durchzusetzen.

„Es ist unbegreiflich, dass die Bundesregierung noch immer das Leiden der anspruchsvollen Wildtiere in Zirkusbetrieben  – bis zu ihrem letztem Atemzug – zulässt“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA Deutschland e.V „Achtzehn europäische Länder wie Österreich, die Niederlande und Belgien haben diese Tierquälerei bereits verboten – Deutschland muss endlich folgen.“

Hulk war das vorletzte Nashorn in einem deutschen Zirkus. Derzeit führt nur Circus Krone noch eines der Tiere unter ebenfalls mangelhaften Bedingungen mit. Zuletzt wurde das Alter von Hulk von den Zirkusverantwortlichen mit rund 35 Jahren angegeben. In der Natur, wo sie die ausgedehnten Savannen des südlichen Afrikas bewohnen, werden Breitmaulnashörner rund 45 Jahre alt.

Auch vor dem Hintergrund mehrerer Todesfälle junger Giraffen im Jahr 2007, der Elefantendame Anja 2008 sowie dem Drama um die Anfang 2012 ebenfalls während eines Berlin-Gastspiels qualvoll gestorbene Elefantendame Mausi fordert PETA nun die Berliner Behörden auf, den verfrühten Tod des Nashorns lückenlos aufzuklären. Bezüglich des wertvollen Horns des Tieres spricht sich die Tierrechtsorganisation für ein Vermarktungsverbot aus.

PETA fordert ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus, denn die Unterbringung in kleinen Gehegen, die ständigen Transporte sowie die von Gewalt und Zwang geprägte Dressur führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oftmals zu einem frühen Tod. Bezüglich exotischer Wildtierarten wie Elefanten, Tiger oder Affen spricht sich auch die Bundestierärztekammer sowie der Bundesrat für ein Verbot aus, ebenso wie die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland. Einer repräsentativen FORSA-Umfrage vom Mai 2014 zufolge vertreten 82 % der Deutschen die Auffassung, dass Wildtiere nicht artgerecht im Zirkus gehalten werden können.
 

Im Circus Voyage für Dressurnummer missbraucht: Nashorn Hulk. / © PETA
Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/ZirkusVoyage
PETA.de/RettetMausi
PETA.de/Wildtierdressur
 
Kontakt:
Kristin Graf, +49 (0)711 860591-529, KristinG@peta.de