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Natürliche Hausmittel gegen Erkältungen

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Wie Sie Symptome bekämpfen und Ihr Immunsystem stärken

Stand November 2016
Es ist Erkältungszeit. Der Kollege schnupft vor sich hin, in der Bahn wird gehustet und die Hälfte der Familie liegt bereits flach. Nun heißt es: gewappnet sein gegen heimtückische Krankheitserreger.
Erkältungen sind Infektionen der oberen Atemwege und werden in der Regel durch Viren ausgelöst. Somit kommt an sich nur eine Behandlung der Symptome infrage. Zusätzlich ist es wichtig, Ansteckungswege zu umgehen und das Immunsystem zu stärken, um eine Infektion zu vermeiden oder zumindest die Symptome einzudämmen. Hier finden Sie einen kleinen Überblick über die besten Hausmittel, um die winterliche Erkältungszeit gut zu überstehen.
 
Tee aus frischem Ingwer hilft gegen Schnupfen

Verstopfte Nase und akuter Schnupfen

  • Experten empfehlen, alle paar Stunden rund 250 ml zu trinken. Insgesamt sollte man am Tag 1,5 – 2 Liter zu sich nehmen. Es gibt viele Möglichkeiten, um sich ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen:
    • Wasser
    • Gemüsesaft, -brühe und -suppe
    • Früchte- und Kräutertees, beispielsweise mit Echinacea, das einen präventiven Effekt haben soll und im Rahmen von Studien die Dauer und Intensität der Erkältungssymptome verkürzen konnte. [1]
    • Ingwertee: entweder aus fertigen Teebeuteln oder selbst zubereitet, indem man rohe Ingwerstückchen mit heißem Wasser überbrüht und nach Belieben mit Zitronensaft und etwas Agavendicksaft abgeschmeckt.
    • Brokkoli kochen (nicht zu lange) und das Kochwasser trinken (mütterlicher Geheimtipp)
    • Kombination aus Wasser und Apfelessig im Mischungsverhältnis 1:1; die Mischung erwärmen (aber nicht kochen) und etwas Cayennepfeffer hinzufügen, der einen hohen Vitamin C-Gehalt hat und die Durchblutung anregt
  • Zur Unterstützung der Schleimlösung empfiehlt sich eine Inhalation, je nach Geschmack können Salze oder ätherische Öle hinzugefügt werden
  • Kurzes sogenanntes Stoßlüften verhindert zudem trockene Raumluft
  • Scharfes Essen kann ebenfalls befreiend auf die Nebenhöhlen wirken
Heiße Zitrone lindert Hustenbeschwerden

Husten und Halsschmerzen

Es gibt zwei verschiedene Arten von Husten – produktiver (zum Abhusten von Schleim) und unproduktiver (trockener Husten, der scheinbar keinen Effekt zu haben scheint). Versuchen Sie es doch einmal mit diesen Hausmitteln:
 
  • Lutschen Sie Halsschmerztabletten, Hustenpastillen oder auch zuckerfreie Bonbons, um den trockenen und gereizten Hals zu beruhigen und zu befeuchten (so schaffen Sie erschwerte Bedingungen für Viren)
  • Schlafen Sie mit leicht erhöhtem Kopf
  • Gurgeln oder inhalieren Sie warmes Salzwasser, um Halsschmerzen zu lindern und um eventuell Husten zu reduzieren (9 g Salz auf 1 Liter Wasser, das sind ungefähr 2 gestrichene Teelöffel)
  • Um einen gereizten Hals zu lindern: Wasser kochen und mit Zitronensaft und Agavendicksaft mischen, abkühlen lassen und genießen
  • Den Wasserdampf beim Duschen im Badezimmer „einfangen“ und noch weitere 10 Minuten im Dampf bleiben. Auch ein heißes Bad kann dabei helfen, Hustenkrämpfe zu lindern.

Weitere hilfreiche Tipps

  • Zur Unterstützung unseres Abwehrsystems ist eine optimale Nährstoffversorgung sehr wichtig. Unser Immunsystem – angeborenes sowie erworbenes – wird durch die Aufnahme von Vitaminen und Spurenelementen beeinflusst. Vitamine A, E und C und Vitamine des B-Komplexes sowie Spurenelemente wie beispielsweise Zink haben einen positiven Effekt auf das Immunsystem, indem sie z. B. als Antioxidanzien wirken. [2]
  • Vitamin C und Zink werden im Zusammenhang mit Erkältungskrankheiten immer wieder diskutiert. Beide wirken oft erst in Kombination, sodass eine ausreichende Versorgung mit beiden gewährleistet sein sollte.
  • Vitamin C scheint prophylaktisch Einfluss auf Dauer und Schweregrad der Erkältung zu haben und ist reichlich in Zitrusfrüchten, Kiwis, Tomaten und Paprikas enthalten.
  • Zink (als Zinkgluconat oder bevorzugt Zinkacetat) scheint die Symptomdauer und die Schwere der Erkältung zu reduzieren. Untersucht wurden hierbei Zink-Lutschpastillen; regelmäßiges Lutschen, möglichst bei ersten Symptomen, scheint die Behandlung positiv zu unterstützen. (1, 2) Zink kommt neben vielen anderen wichtigen Mikronährstoffen in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Ölsamen und Nüssen vor.
  • Vermeiden Sie während der Erkrankung Lebensmittel mit einer hohen Konzentration an Einfachzuckern, wie Limonaden, Süßigkeiten und große Mengen an Obstsäften und Trockenfrüchten
  • Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke und Alkohol, da diese dehydrierend wirken können
  • Achten Sie auf ausreichend Schlaf
  • Häufiges Händewaschen beugt einer Ansteckung vor. Die Krankheitserreger werden nicht nur über die Tröpfcheninfektion eingeatmet, sondern können auch über die Hände an die Schleimhäute von Mund und Augen gelangen
  • Verzichten Sie aufs Rauchen und vermeiden Sie verräucherte Umgebungen
 
Gute Besserung!
 

Was Sie sonst noch tun können

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Quellen:
(1) Fashner, Julia et al. (2012): Treatment of the Common Cold in Children and Adults, Am Fam Physician. 2012 Jul 15;86(2):153-159.
(2) Baumann, Anja et al. (2013): Ernährung und Immunologie, Ernährungs Umschau, 2013 Dec; M 706 – M 716